Herzogenaurach
Guter Zweck

Adidas-Mitarbeiter und Profisportler laufen in Herzogenaurach für den Erhalt der Ozeane

Rund 2.500 Adidas-Mitarbeiter liefen gestern für den Erhalt der Ozeane. Unterstützung gab es von prominenten Sportlern.
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Sie eröffneten den Lauf (von rechts): Sprinterin Gina Lückenkemper, Schwimmer Ian Thorpe, Vertriebsvorstand Roland Auschel, Finanzvorstand Harm Ohlmeyer und Surfer Sebastian Steudtner, gefolgt von den teilnehmenden Mitarbeitern. Foto: Mirjam Stumpf
Sie eröffneten den Lauf (von rechts): Sprinterin Gina Lückenkemper, Schwimmer Ian Thorpe, Vertriebsvorstand Roland Auschel, Finanzvorstand Harm Ohlmeyer und Surfer Sebastian Steudtner, gefolgt von den teilnehmenden Mitarbeitern. Foto: Mirjam Stumpf
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Der Profischwimmer Ian Thorpe ist in seinem Sport auf das Wasser angewiesen. Gerade am Great Barrier Reef in seinem Heimatland Australien sei die zunehmende Verschmutzung der Ozeane allerdings mehr als deutlich zu erkennen. Um deshalb für saubere Weltmeere aktiv zu werden und ein Zeichen gegen die Vermüllung dieser zu setzen, fand in Herzogenaurach gestern der "Run for the oceans" statt. Neben bekannten Gesichtern wie Thorpe nahmen rund 2.500 Mitarbeiter teil. "Das Wasser gibt mir viel, nun kann ich etwas zurückgeben", sagte der Sportler über seinen Einsatz.

Adidas organisierte den Spendenlauf in diesem Jahr zum dritten Mal in Folge. Herzogenaurach ist dabei nur einer der Standorte. Weltweit gehen in dieser Woche noch Läufer für den Schutz der Ozeane an den Start. Für jeden gelaufenen Kilometer, gemessen über die zu Adidas gehörende App "Runtastic", spendet das Unternehmen einen US-Dollar an die Umweltschutzorganisation "Parley for the oceans", erklärte Pressesprecher Stefan Pursche. Nach oben hin sei der Betrag aber auf 1,5 Millionen Dollar gedeckelt. Laut Angabe der Firma Adidas sei so im vergangenen Jahr eine Million Dollar an Spenden zusammengekommen.

Bereits seit 2015 ist Adidas Kooperationspartner der Umweltschutzorganisation. Bei dieser Zusammenarbeit werde unter anderem der aufgesammelte Plastikmüll an Küsten und Stränden in einem anspruchsvollen Recyclingprozess zu Sportkleidung oder dem Obermaterial von Schuhen hergestellt, so Pursche. "Das Ziel von Adidas ist es, bis 2024 nur noch recyceltes Polyester zu verwenden", stellte er in Aussicht. Die auf diese Weise hergestellten Sportoutfits der Parley-Kollektion sind seit 2016 auf dem Markt.

Prominente Unterstützung

Neben dem Schwimmer Ian Thorpe reisten auch die deutsche Sprinterin Gina Lückenkemper sowie der Big-Wave-Surfer Sebastian Steudtner an. Der Umweltschutz liege den Profisportlern allesamt auch persönlich am Herzen.

Sebastian Steudtner betonte in der Begrüßungsrede, große Konzerne müssten sich immer noch deutlich mehr für Umweltzwecke einsetzen, auch wenn das Bewusstsein für den Klimaschutz bereits zunehme.

Gina Lückenkemper findet es gut, dass ein solches großes Unternehmen im wahrsten Sinne des Wortes durch den Lauf aktiv werde. Die einfache Anmeldung über die Handy-App erleichtere dem Einzelnen zudem die Teilnahme am Lauf, sagte Lückenkemper. "Man wird animiert, zu laufen."

Ein Aufruf für jeden

Die rund 110 Kinder, die mit dabei waren, setzten sich gleichzeitig in einem "Kids Camp" mit dem Umweltschutz auseinander oder waren selbst an der Strecke mit dabei, sagte Simone Lendzian von der Pressestelle des Unternehmens. Während die Eltern liefen, konnte sich der Nachwuchs so ebenfalls durch verschiedenen Aktionen zur Plastikvermeidung informieren.

Mitmachen kann übrigens jeder Einzelne. Noch bis zum 16. Juni kann man über die Handy-App "Runtastic" der Challenge "Run for the oceans" beitreten und so Kilometer um Kilometer für den Erhalt der Weltmeere auf der persönlichen Laufstrecke zurücklegen.

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