Lauf
Reitsport

Adelsdorferin ist professionelle Dressurreiterin

Kerstin Daigfuß hat ihr Hobby zum Beruf gemacht und ist als Dressurreiterin erfolgreich.
Artikel drucken Artikel einbetten
Kerstin Daigfuß auf Samba de Roseo    Foto: privat
Kerstin Daigfuß auf Samba de Roseo Foto: privat

Wer kennt sie nicht, die vielen Bücher übers Reiten, die vor allem Mädchen bis heute mit Freude verschlingen: die Reihen über "Bille und Zottel" oder "Ostwind". Die Menschen, die Pferde lieben und gerne im Sattel sitzen, verzichten oft auf alle anderen Liebhabereien, denn Reiten ist bekanntlich ein sehr teures und zeitintensives Hobby. Knapp 1,7 Millionen Menschen betreiben in Deutschland regelmäßig Reitsport. Und es werden jeden Tag mehr.

Kerstin Daigfuß aus Lauf bei Adelsdorf hat bereits vor vielen Jahren ihr Hobby zum Beruf gemacht und bildet seitdem Dressurpferde und Dressurreiter aus. Dabei reitet sie selbst aktiv und erfolgreich im großen Sport. Am 23.Oktober dieses Jahres wurde die Adelsdorferin aufgrund ihrer Turniererfolge mit dem Goldenen Reitabzeichen der Deutschen Reiterlichen Vereinigung ausgezeichnet. Für sie ging so ein großer Traum in Erfüllung.

Zu den Pferden hatte es Kerstin Daigfuß schon als Kind gezogen. Im Alter von neun Jahren bestritt sie mit der kleinen Fuchsstute Wally ihre ersten Jugendreiterwettbewerbe.

Später arbeitete und trainierte sie in der "Stadt des Pferdes", in Warendorf, bei Uwe Fährenkämper, zeitweilig bei Hauptsattelmeister Karl Freye und hauptsächlich bei Ike Daniel Hahn, selbst langjähriger Schüler und Bereiter des legendären George Theodorescu. Hier konnte sie die ganze Vielfalt der Ausbildung vom Anreiten bis zur Entwicklung von Grand-Prix-Lektionen auf den verschiedensten Pferden erlernen und verinnerlichen.

Ihre besten Pferde waren der Westfalenwallach Arino, "mein tolles Grand-Prix-Lehrpferd und Wegbegleiter in den Grand-Prix-Sport", und Samba de Roseo alias Saufnase. "Ein Sonntagskind, das bei mir im Stall geboren und aufgewachsen ist. Dreijährig habe ich ihn selbst angeritten und bis zum Alter von vier Jahren fast ausschließlich im Wald und auf großen Wiesen gearbeitet. Schließlich habe ich ihn behutsam weiter bis zum Grand Prix ausgebildet", erzählt Kerstin Daigfuß stolz. "Ohne Frage ist es ein großartiges Erlebnis, das eigene, selbst aufgezogene Pferd vom Anreiten über erste Dressurpferdeprüfungen zu fördern", erklärt die passionierte Reiterin.

Ausbildung und Zucht

Zahlreiche Siege und Platzierungen in der schweren Klasse ließen auf Großes hoffen. 2018 konnte sich dann das Dreamteam Samba de Roseo/Kerstin Daigfuß im Grand Prix de Dressage etablieren. Der Grand Prix selbst ist die schwerste Klasse im Dressursport und gehört zu den internationalen Aufgaben auf olympischem Niveau.

Seit dem Jahr 2016 ist sie nun selbstständige Dressurausbilderin im Familienunternehmen "Dressurausbildung Daigfuß" in Lauf. Hier führt sie einen Ausbildungsstall mit zahlreichen Berittpferden und Reitschülern. Neben der Arbeit als Dressurausbilderin und in der Vereinsförderung (Reitverein Adelsdorf) gibt sie deutschlandweit zahlreiche Dressurlehrgänge und vermittelt ihr Wissen an andere weiter.

Dem Ausbildungsstall ist eine kleine Dressurpferdezucht angeschlossen. Diese wird vor allem von Kerstin Daigfuß selbst mit größter Sorgfalt gepflegt. Das primäre Ziel ist, grundsolide und gesunde Dressurpferde mit Talent zu züchten. In Zukunft möchte sie diese Pferde aus ihrer eigenen Zucht auch ausbilden und ihren Möglichkeiten entsprechend in den Grand-Prix-Sport bringen.



Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren