Adelsdorf
Unterricht

Adelsdorfer Schwimmbecken soll nicht untergehen

Für rund 50 000 Euro werden am Adelsdorfer Lehrschwimmbecken die Fliesen und die Technik saniert.
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Herbert Heumann, Karsten Fischkal und Marco Boco (v. l.) begutachten die neuen Fliesen.  Foto: Johanna Blum
Herbert Heumann, Karsten Fischkal und Marco Boco (v. l.) begutachten die neuen Fliesen. Foto: Johanna Blum

Die Adelsdorfer Schule wurde 1965 eingeweiht. Zusammen mit dem Schulhaus war neben der Turnhalle auch ein Lehrschwimmbecken gebaut worden - für lange Zeit das einzige im Raum Höchstadt, wie sich das ehemalige Hausmeisterehepaar Lydia und Gerd Eibert erinnert. Beide waren seit Beginn Hausmeister und bis zum Ende des Jahres 2000 versahen sie mit Herzblut und großem Engagement ihren Dienst.

In den ersten Jahren nutzten die Schulen aus Höchstadt, Weisendorf, Mühlhausen und Forchheim, später auch Röttenbach und Uehlfeld, das Lehrschwimmbecken. Anfangs war das Becken gefliest. Im Jahr 1989 erfolgte die erste größere Sanierung. Das geflieste Schwimmbecken wurde durch eine Edelstahlwanne ersetzt.

Gerd Eibert war wie jetzt sein Nachfolger Marco Boco auch für die Pflege zuständig. Er musste das Becken aussaugen, den Kiesfilter spülen und das Wasser mit Chlor und Chemikalien aufbereiten. Damals wie heute wird die Qualität des Wassers regelmäßig geprüft. Drei Mal täglich trägt Boco die Ergebnisse ins Wartungsbuch ein und das Gesundheitsamt prüft die Hygiene ein Mal im Quartal. Das Labor Wolfgang Kießling in Adelsdorf entnimmt und analysiert ein Mal im Monat Wasserproben.

Verletzungsgefahr

Lange schon sind Renovierungsarbeiten im Schwimmbad fällig. Die Fliesen um das Becken wurden vom Gesundheitsamt bemängelt und müssen erneuert werden. Beim Laufen darüber bestehe Verletzungsgefahr. Der Aischer Fliesenleger Herbert Heumann kümmert sich mit seinen Leuten um die Fliesenarbeiten. Aber auch die Technik sei nicht mehr zeitgemäß.

Wie Bürgermeister Karsten Fischkal erklärt, kostet die Sanierung der kleinen Turnhalle und des Schwimmbads rund 230 000 Euro. Davon entfallen 50 000 Euro auf die Schwimmhalle, bis zu 80 Prozent fließen als Fördermittel des Freistaats nach Adelsdorf. "Gut, dass wir hier ein kleines Schwimmbad haben", sagt der Bürgermeister stolz. "Jedes Kind sollte am Ende seiner Grundschulzeit schwimmen können", fährt er fort. So gut wie alle Schüler verlassen die Grundschule mit dem Seepferdchen.

Röttenbach kommt zurück

Aktuell schwimmen die Hemhofener Schüler in Adelsdorf und im neuen Schuljahr kommt auch wieder Röttenbach dazu. "Während der Schulzeit haben wir täglich bis 22 Uhr Betrieb hier, denn neben den Schulschwimmstunden benutzen die VHS, etliche Vereine und zwei Schwimmschulen das Lehrschwimmbecken", berichtet Boco. Jeden Tag "durchschwimmen" etwa 200 große und kleine Nutzer das Becken. Drei Generationen aus Adelsdorf und aus der Region profitierten von diesem Lehrschwimmbecken. Das macht nicht nur den Bürgermeister stolz, der selbst als Kind dort das Schwimmen gelernt hat.

Die Renovierung sei aber noch nicht abgeschlossen. Es müssten weitere Schritte überlegt werden, denn durch den Gewächshauseffekt - in der Halle ist es immer 30 Grad warm - ist schon im Winter ein großes Glasfenster gesprungen. Der Temperaturunterschied zwischen innen und außen beträgt dann oft 45 Grad. Auch hat das aggressive Chlor die hölzerne Deckenkonstruktion angegriffen und die Deckenpanelen haben sich verschoben. Die ersten Renovierungsarbeiten sind ungefähr in 14 Tagen abgeschlossen, es gibt aber noch viel zu tun.

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