Adelsdorf
Klimaschutz

Adelsdorfer Kinder machen sich Gedanken

Die Adelsdorfer Kindergartenkinder packen beim Klimaschutz mit an. Dass es mehr braucht, als ein paar Bäume, dessen ist sich der Bürgermeister bewusst.
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Die Kinder des Adelsdorfer Kindergartens Villa Sonnenschein fordern: Keine Elterntaxis! Lieber zu Fuß, per Roller oder Rad in den Kindergarten fahren. Fotos: Karina Brock
Die Kinder des Adelsdorfer Kindergartens Villa Sonnenschein fordern: Keine Elterntaxis! Lieber zu Fuß, per Roller oder Rad in den Kindergarten fahren. Fotos: Karina Brock
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Die nächste Generation an Greta Thunbergs steht in den Startlöchern: "Wir müssen auf die Welt aufpassen, weil sie keine Eltern hat!" So brachten es die Vorschulkinder der Villa Sonnenschein auf den Punkt. Gestern setzten sie mit den anderen Adelsdorfer Kindergärten ein Zeichen: Auf dem Spielplatz am Läusbergring pflanzten sie - unterstützt von Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) und dem Bauhof - vier Platanen.

Die Ältesten aus den Einrichtungen Santa Maria, Villa Regenbogen, Kunterbunt und Villa Sonnenschein hatten sich zuvor intensiv mit dem Thema Umweltschutz beschäftigt. Mit Liedern, Plakaten und Bastelarbeiten stellten sie das Gelernte nun vor - und gaben der Aktion damit einen weiteren Sinn. So sammelte der Kindergarten Kunterbunt Müll ein und bastelte damit eine vermüllte Weltkugel sowie Rasseln aus Joghurtbechern, um zu zeigen, dass man nicht immer alles gleich wegwerfen muss. Schon gar nicht in die Natur!

Wasser sparen und Mülltrennung

Passend zum Namen hatten sich die Kinder der Villa Regenbogen mit Wasser beschäftigt: Wo kommt es her, wo geht es hin, wie können wir es sparen und aufpassen, damit es nicht verschmutzt wird?

Santa Maria zeigte in einem Lied auf, dass es jeden Einzelnen braucht, um etwas zur erreichen und die Villa Sonnenschein forderte weniger Elterntaxis zu Gunsten von Roller, Rad oder Füßen - Hauptsache bewegt und ohne Abgase! Auch Mülltrennung, Energie und Papier sparen haben sich die Kinder auf die Fahnen geschrieben.

Warum Bäume gut für das Klima sind, wussten die Fünf- und Sechsjährigen auch schon: "Sie machen Sauerstoff, damit wir atmen können." Darum wird die Aktion in den nächsten Jahren in den Ortsteilen fortgesetzt. Zudem kommen weitere große Bäume hinzu - auch an anderen Stellen in der Gemeinde. "Zur Beschattung", so der Bürgermeister. Denn Bäume pflanzen könne man nie genug.

Klimaoffensive in vollem Gang

Fischkal ist sich jedoch bewusst, dass das nicht reicht. "Die Klimaoffensive - wir haben bewusst nicht die Formulierung ,Notstand' gewählt - der Gemeinde geht darüber hinaus." Stolz zählt er auf: Alle öffentliche Gebäude seien inzwischen mit Solaranlagen bestückt, sämtliche Straßenlampen und öffentliche Gebäude auf LEDs umgerüstet, ein Nahwärmenetz speise dieselben außerdem mit Wärme aus regenerativen Energien. "Die Neuerungen beim Wasserwerk und in der Kläranlage sparen zudem Energie ohne Ende", so Fischkal. Einzig der geplante Hochlastfaulturm, der unter anderem der Stromerzeugung dienen soll, kommt nicht in die Gänge. "Hier bekommen wir Auflagen noch und nöcher." (ausführlicher Bericht folgt)

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