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Adelsdorf
Protest

Adelsdorfer fürchten die nächste Flut

Adelsdorfer Betroffene fordern Schutz vor weiterem Hochwasser. Die Ursache liegt für sie im Baugebiet Reuthsee.
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Sorgenvolle Blicke richten sich auf Bürgermeister Karsten Fischkal (links). Carola Riedel, Hans-Josef Schmidt, Jörg Galster und Rainer Herzig (von links) überreichten ihren offenen Brief mit 230 Unterschriften.  Foto: Andreas Dorsch
Sorgenvolle Blicke richten sich auf Bürgermeister Karsten Fischkal (links). Carola Riedel, Hans-Josef Schmidt, Jörg Galster und Rainer Herzig (von links) überreichten ihren offenen Brief mit 230 Unterschriften. Foto: Andreas Dorsch
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Unter zahlreichen Adelsdorfern in der Nachbarschaft des Baugebiets Reuthsee kursiert die Angst. Sie fürchten, dass beim nächsten Starkregen ihre Keller erneut geflutet werden könnten wie Ende Mai und Anfang Juli 2018. Das soll nicht noch einmal passieren.

Am Dienstag übergaben vier Geschädigte einen vierseitigen offenen Brief mit rund 230 Unterschriften von ebenfalls besorgten Adelsdorfern an Bürgermeister Karsten Fischkal (FW). Für Carola Riedel, Hans-Josef Schmidt, Jörg Galster und Rainer Herzig liegt die Ursache für die Überflutungen in den Wassermassen, die aus dem Baugebiet Reuthsee (Seeside) in die Bahnhofstraße geflossen sind.

Die Unterzeichner des offenen Briefes fordern vom Bürgermeister, Adelsdorf "vor weiteren Hochwasserereignissen in Folge eines unkontrollierten Zuflusses von Oberflächenwasser aus dem Neubau-, bzw. Wohngebiet Reuthsee in bestehende Kanalsysteme bei Stark- oder Dauerregen" zu schützen.

Vom Bürgermeister und Gemeinderat verlangen sie, "jetzt Maßnahmen zu ergreifen, bevor das Baugebiet abgeschlossen ist und der Investor die Bühne verlässt". Auch möchten sie den Investor für die Kosten der Problemlösungen "in die Verantwortung" nehmen. Sie wollen verhindern, dass spätere Schutzmaßnahmen oder die Vergrößerung der Kanäle auf alle Bürger umgelegt wird.

"Wir sind nicht gegen das Baugebiet Seeside, wir möchten nur verhindern dass es noch einmal vorkommt", betonte Rainer Herzig. Carola Riedel ergänzte, vor der Bebauung des Gebietes habe man 30 Jahre kein Wasser im Keller gehabt, obwohl das jetzt nicht die ersten Starkregen über Adelsdorf waren.

Bürgermeister Fischkal versicherte, den offenen Brief ernst zu nehmen. Er erinnerte aber auch daran, dass es an den überfluteten Straßen Häuser gab, die kein Wasser im Keller hatten. An den neuen bayerischen Umweltminister Glauber (FW) hat er bereits den Antrag gestellt, einen "Starkregengefahren-Berater" gefördert zu bekommen. Der soll nach Ursachen forschen und über Schutzmaßnahmen informieren. Ingenieurbüros werden eingebunden und der Investor in die Pflicht genommen.

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