Adelsdorf
Aktion

Adelsdorfer bauen Bänke für die Senioren

Über 20 Freiwillige kamen am Samstag in den Bauhof, um 50 Ruhebänke herzustellen. Bürgermeister Fischkal zeigte sich begeistert vom Engagement.
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Mit Feuereifer machten sich die Bürger ans Werk.Yannick Hupfer
Mit Feuereifer machten sich die Bürger ans Werk.Yannick Hupfer
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Viele ältere Menschen sind zwar gerne an der frischen Luft und möchten sich viel bewegen, trotzdem brauchen sie hin und wieder eine Pause, um sich von ihrem Spaziergang zu erholen. Am Samstag bauten zahlreiche Helfer Bänke in Adelsdorf zusammen, um die Senioren zu unterstützen.

Der Vorsitzende des Seniorenkreises, Georg Hammer, koordinierte die Aktion. Vorerst möchte man die Innenstadt Adelsdorfs mit solchen Bänken ausstatten. Es sollen "Hauptverkehrsstraßen für Senioren", so Hammer, entstehen, die sich durch zahlreiche Sitzmöglichkeiten kennzeichnen. Ob zum Einkaufen, Friseur oder zum Friedhof.

Über 20 freiwillige Helfer kamen dazu am Samstag in den Bauhof der Gemeinde, um die vorgefertigten Teile fertig zu montieren. Dazu mussten sie Bretter zuschneiden und Löcher bohren. Während die eigentliche Bank aus Beton besteht, nutzt man als Sitzfläche WPC-Holz. Es besteht zu 80 Prozent aus Echtholz, aber auch aus Plastik. So verrottet es nicht, ist damit langlebig und vor allem leicht zu pflegen. Im Winter könne man die Bänke laut Hammer somit auch draußen stehen lassen.

Der Koordinator zeigte sich vor allem von der hohen Teilnehmerzahl sehr erfreut: "Meine Schätzungen wurden weit übertroffen". Doch nicht nur ältere Menschen, sondern auch Kinder halfen mit, um die Bänke zusammenzubauen.

Dabei sind diese aber nicht als Ruhebänke gedacht. Sie sollen nicht zum langen Verweilen einladen, sondern dienen lediglich als kurze "Verschnaufpause". Am Samstag stellte man so rund 50 Bänke her, weitere sollen aber noch folgen.

Damit löst der Seniorenbeirat und die freiwilligen Helfer ein Problem, das schon länger in Adelsdorf bestand. Laut Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) meldet die Gemeinde pro Jahr fünf bis zehn Bänke Verlust. "Die Idee ist grandios", freut sich Fischkal über die Aktion. Trotzdem, so versichert er, werde die Gemeinde natürlich auch weiterhin Bänke aufstellen. Das sollen dann aber eher Ruhebänke sein, die zum längeren Sitzen gedacht sind.

Doch Georg Hammer hat noch mehr Ideen. Wenn das Projekt von der Bevölkerung angenommen wird, möchte man noch weitere Bänke in den Ortsteilen bauen. Auch "Mitfahrbänke" wären laut Hammer denkbar. Dort könne man sich hinsetzen, mittels eines Schildes angeben, wohin man mitfahren möchte, und dann (hoffentlich) von einem vorbeifahrenden Auto mitgenommen werden.

Finanziert wurde das Projekt am Samstag durch die Gemeinde, die das Geld wiederum vom ortsansässigen Supermarkt Degen gespendet bekommen hat. Dort können Kunden ihr Flaschenpfand spenden.

Vorschläge über mögliche Standorte der Bänke, die noch aufgestellt werden sollen, können Bürger im Rathaus telefonisch abgeben.


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