Adelsdorf
Sitzung

Adelsdorf möbliert die Schule neu

Die Gemeinde Adelsdorf investiert in die Grund- und Mittelschule. Der Zuspruch zur offenen Ganztagsschule steigt von Jahr zu Jahr.
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Während Karsten Fischkal das Verstellen der Fußleiste an einem der neuen Stühlen testete, ließen sich die anderen Ausschussmitglieder von Christina Nöth (l.) zeigen, wie man die dreieckigen Tische zusammenstellen kann.     Foto: Britta Schnake
Während Karsten Fischkal das Verstellen der Fußleiste an einem der neuen Stühlen testete, ließen sich die anderen Ausschussmitglieder von Christina Nöth (l.) zeigen, wie man die dreieckigen Tische zusammenstellen kann. Foto: Britta Schnake

Auf ungewohntem Terrain fand am Mittwochabend die Sitzung des Adelsdorfer Ausschusses für Vereine, Kultur, Soziales und Bildung (VKSB) statt, traf sich das Gremium doch in der Grund- und Mittelschule in Adelsdorf. Primär, um die neuen Stühle und Tische zu begutachten, mit denen zwei Klassenzimmer mit Beginn des neuen Schuljahres ausgestattet wurden. Ziel war die Gestaltung eines flexibleren Klassenzimmers.

"Der Unterricht entwickelt sich weiter", so Rektorin Christina Nöth, "Die Anforderungen an die Kinder und den Raum sind anders als früher." Die Stühle sind höhenverstellbar, so dass sie der Größe des Kindes angepasst werden können. Zudem kann mit ihnen nicht gekippelt werden, was der Unfallvermeidung in die Hände spielt. Die Tische haben die Form eines Dreiecks mit unterschiedlich langen Seiten und können bei Bedarf individuell zusammengestellt werden. Damit die Schulranzen nicht im Weg herumstehen, wurden zudem Regalsysteme angeschafft, in denen jedes Kind ein Fach hat. "Ein deutlicher Mehrwert für den Unterricht durch Raumgewinn ist erkennbar", so Nöth.

Mensa-Bau wird nötig

Jedes Set, bestehend aus Tisch und Stuhl, schlägt mit 200 Euro zu Buche, pro Schrank kommen noch 200 bis 300 Euro obendrauf, so dass sich die Gesamtsumme für die 66 Sets auf rund 30 000 Euro beläuft. Was Bürgermeister Karsten Fischkal die Sache aber wert ist. "Wenn wir uns auf die Fahne geschrieben haben, einen Familiengemeinde zu sein, dann müssen wir dafür sorgen, dass auch alles für unsere Kinder passt."

Die nächsten Räume sollen bald folgen. "Geplant ist, jedes Jahr zwei bis drei Klassenzimmer nachzurüsten", sagt Heike Zahnleiter, Leiterin Soziale Dienste. "Wenn die Prognosen stimmen, sind wir in drei Jahren fünfzügig", erklärt Nöth, was bedeutet, dass dann 20 Klassen die Grund- und Mittelschule bevölkern. Was dann aber aus Platzgründen den Bau einer Mensa erforderlich machen würde. "Vor vier Jahren haben wir uns noch überlegt, welchen Teil der Schule wir abreißen, weil wir keine Schüler hatten", sagt Fischkal, "Dann kam die Musikschule und das Baugebiet. Ich gehe davon aus, dass wir nicht drum rumkommen, weil wir eine Mensa brauchen. Wir leben in einer Boom-Region."

Auch die offene Ganztagsschule stand auf dem Sitzungsplan. Zum Schuljahr 2017/18 mit sechs Gruppen gestartet, stieg der Bedarf ein Jahr später bereits auf neun Gruppen. Für das aktuelle Schuljahr sind 166 Schüler für die offene Ganztagsschule angemeldet, die sich auf nunmehr 13 Gruppen aufteilen, zehn Gruppen bis 13 Uhr und drei weitere bis 16 Uhr. Durch zusätzliche Angebote wie Ferienbetreuung kommen noch weitere Schüler hinzu.

Um den Betreuungswünschen zuverlässig nachkommen zu können, soll die Bedarfsanmeldung auf ein Onlineverfahren umgestellt werden. "Die Planung geht dahin, dass ab Dezember 2019 die Eltern ihren Betreuungswunsch über das Portal an die Gemeinde senden können", erläuterte Heike Zahnleiter. Über eine Mitteilung im Amtsblatt erfolgt demnächst die Info an die Eltern. "Das ist eine sinnvolle Geschichte", so Fischkal, "Wir sehen das ja schon bei den Essensbestellungen."

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