Höchstadt a. d. Aisch
Unfallfolgen

A3 stundenlang gesperrt - Asphalt musste erneuert werden

Der Lkw-Brand bei Höchstadt blockierte die europäische Hauptverkehrsader ungewöhnlich lange.
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Die Bergung des ausgebrannten Sattelzuges auf der A3 bei Höchstadt war aufwendig.   Foto: Strabag
Die Bergung des ausgebrannten Sattelzuges auf der A3 bei Höchstadt war aufwendig. Foto: Strabag

Die Folgen des Unfalls vom Montagmorgen auf der A3 zwischen Höchstadt-Nord und Schlüsselfeld bekamen Autofahrer Richtung Norden auch am Dienstag noch zu spüren. Nachdem ein Sattelzug in Flammen aufgegangen war, wurde die Hauptverkehrsader durch Europa stundenlang komplett gesperrt. Erst am Dienstagfrüh gegen sechs Uhr floss der Verkehr wieder.

Mehr als 24 Stunden lang war die Autobahn Richtung Würzburg weitgehend dicht. Über die A 73 und die A 6 waren weiträumige Umleitungen ausgeschildert worden, die von den meisten Fahrern auch angenommen wurden, blickt Rüdiger Thiem, Sprecher der Verkehrspolizeiinspektion Erlangen, zurück. Für die Autobahnpolizei war das schon eine außergewöhnlich lange Sperrung, so Thiem.

In der weiträumigen Umleitung sieht Höchstadts Polizeichefin Sabine Röhrer auch den Grund dafür, dass das große Verkehrschaos in und um Höchstadt ausblieb. Die B 470 sei zwar vorübergehend dicht gewesen und manche standen auch eine halbe bis dreiviertel Stunde im Stau, aber das sei immer dann normal, wenn auf der Autobahn gerade mal wieder nichts mehr geht. Auf den Ausweichrouten im Bereich der Polizeiinspektion Höchstadt sei "alles in der Norm" geblieben, sagt Röhrer.

Die starke Hitzeentwicklung am Brandort setzte dem Fahrbahnbelag der A3 derart zu, dass er auf einer Fläche von 132 Quadratmetern bis in eine Tiefe von acht Zentimetern ausgetauscht werden musste, teilt Maria Schraml, Pressesprecherin der Autobahndirektion Nordbayern, auf Anfrage des FT mit. Da sich zudem die Bergung des ausgebrannten Lastzuges samt der Ladung sehr lange hinzog, konnten die Arbeiten an der Fahrbahn am Montagnachmittag erst gegen 16 Uhr beginnen. Der Asphalteinbau dauerte dann bis 19 Uhr, anschließend wurde der Verkehr über den Standstreifen an dem frisch asphaltierten Autobahnabschnitt einspurig vorbei geführt.

Mächtig geärgert haben sich bei dem Unfall die Einsatzkräfte einmal mehr über die Rettungsgasse. Als der Sattelzug gegen 3.30 Uhr in Flammen aufging, habe es zunächst mit der Gasse auch gut geklappt, sagt Sebastian Weber, Pressesprecher der Feuerwehren im Kreis. Nachdem aber die ersten Einsatzfahrzeuge durch waren, machten vor allem Lastwagen die Gasse wieder zu und hinderten die nachalarmierten Kräfte am Durchkommen. Weber appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, Rettungsgassen immer freizuhalten.

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