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Erlangen
Durchsuchung

Zweite Bombendrohung an Uni Erlangen-Nürnberg

Es hat eine erneute Bombendrohung gegen die Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen und Nürnberg gegeben. Ob sie von derselben Person bei der ersten Bombendrohung in der Nacht von Sonntag auf Montag stammt, darüber kann die Polizei noch keine Angaben machen.
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Die Polizei kontrolliert Studenten am Dienstag vor der Friedrich Alexander Universtiät Erlangen-Nürnberg. Eine Bombendrohung ist am Morgen bei der Uni eingegangen. Fotos: News5 / Grundmann
Die Polizei kontrolliert Studenten am Dienstag vor der Friedrich Alexander Universtiät Erlangen-Nürnberg. Eine Bombendrohung ist am Morgen bei der Uni eingegangen. Fotos: News5 / Grundmann
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"Es hat eine erneute Mitteilung gegeben, wieder mit einer Bedrohungsäußerung", informierte Robert Sandmann von der Polizei Mittelfranken. Bisher habe die Polizei allerdings noch keine Kenntnisse darüber, ob es sich dabei um denselben Absender wie bei der Bombendrohung in der Nacht zum Montag handelt. Auch über Details möchte sie sich aus ermittlungstaktischen Gründen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht äußern. Die Polizei sei weiterhin vor Ort im Einsatz, die Kriminalpolizei ermittelt. Der Lehrbetrieb wurde inzwischen wieder aufgenommen. "Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren", versichert Alexandra Oberhuber von der Polizei Mittelfranken.

In der Nacht von Sonntag auf Montag wurde die Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen und Nürnberg mit der ersten Bomben- und Amokdrohung konfrontiert. Eine Polizeisprecherin sprach "von einer von unbekannt angekündigten Bedrohungslage". Es wurden beim massiven Polizeiaufgebot Personenkontrollen durchgeführt. Die Drohung sei per Mail an die Universität ergangen, so die Mitteilung der Polizei.

Im Verlauf des Montagvormittags wurden daraufhin die Räumlichkeiten der betroffenen Fakultät in der Erlanger Kochstraße und dem Lehrstuhl für Erziehungswissenschaften in Nürnberg von Spezialkräften der Polizei untersucht.

Auch ein Suchhund kam zum Einsatz. Da nichts Verdächtiges in dem sechsstöckigen Seminargebäude gefunden wurde, konnte nach Abstimmung mit der Fakultät regulärer Studienbetrieb stattfinden. Ein Unigebäude in Nürnberg, in der Regensburger Straße, ist den gesamten Montag gesperrt. Dies geschah auf eigenen Wunsch der Unileitung.

Polizei blieb vor Ort

Allerdings blieben Polizeikräfte zur Beobachtung vor Ort, am Einlass zu den betreffenden Gebäuden finden Kontrollen bis zum Ende des Uni-Tages statt. Nach Angaben der Polizei Mittelfranken blieb es den ganzen Tag ruhig.

Es handelte sich nicht um die erste Bombendrohung an der Uni Erlangen. Bislang erwiesen die sich stets als übler Scherz. Die Polizei möchte aus ermittlungstaktischen Gründen keine näheren Details zum Inhalt der Email machen, die den Polizei-Großeinsatz auslöste.

Die Droh-Mail habe keine konkrete Begründung enthalten, so ein Polizeisprecher auf Anfrage. Die Polizei schließt nicht aus, dass es sich beim Absender um einen Studenten oder Ehemaligen der Friedrich-Alexander-Universität handelt. Aus den Zeilen könne man einen "gewissen Frust" ablesen, so der Polizeisprecher. Am Dienstagmorgen werde die Polizei sich mit "entsprechenden Maßnahmen" auf die Bedrohungslage an der Universität vorbereiten.

Der Kanzler der Universität, Thomas A.H. Schöck, informierte in einem Schreiben an Mitarbeiter und Studenten, dass die verschiedenen Sicherungsmaßnahmen bis auf weiteres bestehen bleiben müssen und bittet um die Kooperation mit der Polizei: "Bitte wundern Sie sich also nicht, wenn Polizeibeamte auf dem Gelände der Universität präsent sind und, wo aus Sicht der Polizei erforderlich, Taschenkontrollen durchführen", schreibt er. Der Lehrbetrieb gehe an allen Standorten der Universität regulär weiter.







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