Zeckern
Maschinenhalle brennt

Brandstiftung in Zeckern im Kreis Erlangen-Höchstadt: Verdächtiger festgenommen

Die Feuerwehren der Umgebung mussten am Dienstagmorgen gleich zu zwei Bränden in Zeckern ausrücken. Noch am Brandort wurde ein Verdächtiger festgenommen.
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Der Verdacht auf Brandstiftung im Fall dreier Brände in Zeckern im Landkreis Erlangen-Höchstadt hat sich erhärtet. Eine Person wurde festgenommen. Der Mann wird verdächtigt, eine Maschinenhalle angezündet zu haben sowie einen Holzstapel und möglicherweise ein Gartenhäuschen in Brand gesetzt zu haben. Foto: Stefan Brunner/Feuerwehr
Der Verdacht auf Brandstiftung im Fall dreier Brände in Zeckern im Landkreis Erlangen-Höchstadt hat sich erhärtet. Eine Person wurde festgenommen. Der Mann wird verdächtigt, eine Maschinenhalle angezündet zu haben sowie einen Holzstapel und möglicherweise ein Gartenhäuschen in Brand gesetzt zu haben. Foto: Stefan Brunner/Feuerwehr
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In der Nacht zum Dienstag hat es in Zeckern, einem Ortsteil von Hemhofen im Landkreis Erlangen-Höchstadt, gleich zweimal gebrannt. Zunächst wurden die Feuerwehren zu einem brennenden Holzstapel am Ortsrand gerufen. Als dieser gelöscht war, fiel den Einsatzkräften eine Rauchsäule über dem Waldstück am anderen Ortsende auf. Dort stand eine Maschinenhalle in Flammen.

Der erste Verdacht auf Brandstiftung hat sich schnell erhärtet. Noch am Brandort der lichterloh in Flammen stehenden Scheune konnte eine Person festgenommen werden. Der 31-jährige Mann wird verdächtigt, Feuer gelegt zu haben. Er wird von der Kriminalpolizei Erlangen verhört. Dies bestätigte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken am Dienstagmittag.


Person fällt Feuerwehrmännern auf

Aus Kreisen der Einsatzkräfte war zu erfahren, dass der Mann, der aus Zeckern stammen soll, bereits bei einem Brand eines Gartenhäuschens in Zeckern am 16. März gesehen worden sei. Feuerwehrmännern sei der stark betrunkene Mann beim Brand der Maschinenhalle in den frühen Morgenstunden des Dienstags erneut aufgefallen. Der 31-Jährige, den die Feuerwehrmänner bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten haben sollen, soll stark betrunken gewesen sein. Zudem soll der Mann ein Straftäter auf Bewährung sein. Dies wollte der Sprecher des Polizeipräsidiums nicht bestätigen. Inwieweit der Verdächtige in Verbindung mit den Bränden steht, müsse nun geklärt werden. Auch zum Brand der Gartenhütte werde er befragt.

Aus Sicht der Feuerwehr spricht vieles für eine Brandstiftung. Laut Kreisbrandmeister Stefan Brunner müsse schon alleine wegen der Situation an den Orten der Feuer stark von Fremdeinwirkung ausgegangen werden. In der Maschinenhalle gebe es keinen Strom. Zudem seien keine motorisierten Geräte abgestellt gewesen, die den Brand hätten auslösen können. Gegen eine Selbstentzündung spreche auch die feuchte Witterung. Auch, dass die Brände kurz hintereinander entdeckt wurden, erhärte den Verdacht, dass hier gezündelt wurde. Ob es sich bei dem Festgenommenen um den Brandstifter handelt, muss die Kriminalpolizei ermitteln.


Zwei Brandorte: Was war passiert?

Um 2.34 Uhr gab es einen Alarm wegen eines größeren Holzstapels am Waldrand in der Nähe des Zeckerner Kellers, der in Flammen stand. Die Integrierte Leitstelle Nürnberg alarmierte die Wehren aus Zeckern, Hemhofen, Adelsdorf, Baiersdorf, Höchstadt, Neuhaus und Röttenbach sowie den Einsatzführungsdienst des Landkreises, den Fachberater THW und die entsprechenden Einsatzmittel des Rettungsdienstes zum Brand. Dies teilte Kreisbrandmeister Stefan Brunner mit.


Maschinenhalle brennt lichterloh

Als die Feuerwehr Zeckern noch mit Aufräumarbeiten beschäftigt war, stellten gegen 4.30 Uhr die Feuerwehrmänner nicht unweit Rauchentwicklung und Feuerschein eines zweiten Brandes fest. Diesmal im Wald in Richtung der Bundesstraße 470, unmittelbar hinter dem Wohngebiet in der Köhlerstraße. Beim Eintreffen der ersten Kräfte in dem nur sehr eingeschränkt zugänglichen Bereich wurde eine im Wald befindliche landwirtschaftliche Maschinenhalle in Vollbrand vorgefunden.

Aufgrund der zunächst noch im ersten Einsatz gebundenen örtlichen Einsatzmittel wurden zusätzlich zu den bereits bei diesem angeforderten Kräften wasserführende Fahrzeuge der FF Herzogenaurach sowie der FF Heroldsbach/Thurn, Poppendorf und Oesdorf aus dem Landkreis Forchheim in Marsch gesetzt.

Von der FF Adelsdorf, Hemhofen und Neuhaus konnten mit schwerem Atemschutz die Flammen schnell mit Löschschaum eingedämmt werden. Die Wasserversorgung wurde über lange Leitungen von Hydranten im daneben befindlichen Wohngebiet sichergestellt.


Mehrere zehntausend Euro Schaden


Die Geräte und Anhänger in der Maschinenhalle wurden völlig zerstört. Die Polizei geht bei der Halle von einem Schaden in Höhe von mehreren Zehntausend Euro aus. In der Halle eingelagertes Brennholz konnte zunächst nur äußerlich gelöscht werden. Deshalb wurde im weiteren Einsatzverlauf der THW-Ortsverband Baiersdorf nachalarmiert, der das Brandgut mittels eines Greifers am Unimog-Kran auseinanderzog und damit eine endgültige Brandbekämpfung ermöglichte. Diese zog sich bis in die Vormittagsstunden hin.

 


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