Herzogenaurach
Feuerwehr

Zur Weihe der sanierten Feuerwache gab's 45 Kilo Wurst aus Wolfsberg

Bezogen hat die Freiwillige Feuerwehr Herzogenaurach ihre sanierte Hauptwache schon vor einigen Tagen, am Samstag nun überreichte Architekt Ralf Hein den Schlüssel an Bürgermeister German Hacker (SPD) und an den Kommandanten Rainer Weber.
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Ein leckeres Geschenk hatten die Wolfsberger zur Weihe der Feuerwache in Herzogenaurach mitgebracht.  Fotos: Richard Sänger
Ein leckeres Geschenk hatten die Wolfsberger zur Weihe der Feuerwache in Herzogenaurach mitgebracht. Fotos: Richard Sänger
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"Vier - drei - zwei - eins -null" zählte Bürgermeister Hacker rückwärts und die Ehrengäste durchschnitten das Band. Damit wurde nicht nur offiziell die Feuerwache übergeben, German Hacker löste damit auch ein Versprechen ein, das er vor mehr als zwei Jahren dem "Feuerwehrfan" Bernd Wolfshagen gegeben hatte. Hacker versprach damals: "Wenn wir die Feuerwache einweihen, darfst du das Band mit durchschneiden" und Bernd kam auch zur Feier mit dunklem Anzug und saß inmitten der Ehrengäste.

Respekt aus Wolfsberg

Der junge Herzogenauracher, einer der größten Fans der Feuerwehr, war jeden Tag auf der Baustelle und legte sogar zuletzt bei den Pflasterarbeiten selbst mit Hand an, damit der Einweihungstermin auch wirklich eingehalten werden konnte. Schließlich war der vor Wochen festgelegte Termin mit "heißer Nadel" gestrickt und der Wolfsberger Kommandant Wolfgang Weisshaupt konnte den Herzogenaurachern nur seinen allergrößten Respekt zollen. Beim Altstadtfest besichtigte die Delegation aus der Partnerstadt die die Feuerwache. "Das schaute damals verheerend aus" berichtete Weisshaupt und prophezeite am 12. Juni, "das wird bis zum 19. Juli nie fertig, den Termin müsst ihr bestimmt verschieben."

Zum Erstaunen der Wolfsberger, unter ihnen auch der Stellvertrende Stadtamtsleiter Robert Schmid, präsentierte sich die sanierte Feuerwache jetzt im neuen Glanz und in der Luft lag noch der Geruch von Farbe und frischem Teer.

Rasanter Endspurt

Dass die beauftragten Firmen in den letzten Wochen so richtig "Gas" gaben und es bei einigen Handwerkern den Anschein hatte, sie würden in der Feuerwache übernachten, brachte ihnen großes Lob und herzliche Worte des Dankes von Bürgermeister Hacker und Kommandant Rainer Weber ein. Von unzähligen Baubesprechungen berichteten sowohl Weber als auch Ralf Hain vom Architekturbüro Popp & Hain, denn bei der Sanierung gab's immer mal unliebsame Überraschungen.

Die Fahrzeughalle wurde im Grunde neu gebaut und die Kosten belaufen sich auf rund 3,75 Millionen Euro. Ein vergleichbarer Neubau hätte aber das Doppelte gekostet, war den Grußworten zu entnehmen.

Bürgermeister, Kommandant und auch Vorsitzender Franz Hagen hoffen, dass jetzt wieder neues Leben in die Feuerwache einziehe. Schließlich waren die Räume fast zwei Jahre nicht nutzbar und Hacker bedankte sich bei den Feuerwehrleuten für ihre Geduld und ihr Verständnis.

Den ehrenamtlichen Feuerwehrleuten zollte auch Landrat Alexander Tritthart seinen Respekt. Tritthart sprach von einer Gruppe, zu denen die Bevölkerung das größte Vertrauen habe und dass Feuerwehrleute größter Respekt entgegengebracht werde. Deswegen werde der Landkreis seinen Feuerwehren immer zur Seite stehen, damit diese modern ausgerüstet seien, schließlich gab es in den letzten Jahren große Veränderungen bei den Feuerwehren.

Von diesen Veränderungen sprach auch Kommandant Weber, der die Geschichte der Herzogenauracher Wehr seit 1881 Revue passieren ließ. Mussten in den Anfangsjahren nur Feuer bekämpft oder bei einem Hochwasser geholfen werden, sind jetzt ganz andere Herausforderungen zu meistern. So erfordern die Einsätze in der heutigen Zeit nicht nur gut ausgebildete Feuerwehrleute, sondern auch moderne Fahrzeuge und ein Mehr an Technik und Wissen.

Kirchliche Segnung

Auf die Rettung und das Helfen gingen auch Pfarrerin Karola Schürrle und ihr katholischer Kollege Hans-Peter Weigel ein. Die beiden Geistlichen weihten und segneten die Feuerwache sowie das neue Flachwasser-Schubboot. Der nahezu zweistündigen Zeremonie wohnten nicht nur die Abgeordneten aus Bund und Land bei, sondern auch die Mitglieder des Stadtrates, alle Patenwehren und die Feuerwehren der Umgebung. Eine besondere Überraschung hatte die Wolfsberger Feuerwehr parat. "Ihr habt eigentlich alles, eine neue Feuerwache, moderne Fahrzeuge, deswegen haben wir Stärkung mitgebracht", kündete Wolfgang Weisshaupt an. Die Überraschung waren 45 Kilogramm Wurst, die die Wolfsberger mit einer Schubkarre in die Halle brachten.


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