Weisendorf
Hilfsprojekt

"Zubzas" danken ihren Helfern

Seit drei Jahren pflegen Weisendorfer Schüler eine Partnerschaft mit einer Schule im indischen Zubza. Sie haben schon rund 20.000 Euro gesammelt. Einige Unterstützer bekamen jetzt eine Zubza-Medaille.
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Fotos: Richard Sänger
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Normalerweise werden dritte Jubiläen überhaupt nicht erwähnt. Aber drei Jahre "Zubza" müssen nicht nur erwähnt werden, sondern besonders herausgestellt werden. Die lebendige Schulpartnerschaft der Weisendorfer Schule mit dem Nagaland ist auch ein Beweis dafür, dass Kinder nicht nur an sich selbst denken. Mit dem Projekt wurde eine Brücke von Weisendorf nach Zubza geschlagen und das "Zubza-Team" denkt sich immer wieder neue Aktionen aus.

Im Rathaus hieß Weisendorfs Bürgermeister Alexander Tritthart (CSU) die "Zubzas", Gönner und Unterstützer herzlich willkommen. Tritthart lobte die Schüler für ihr soziales und vorbildliches Engagement. "Weisendorf ist stolz auf euch", freute sich der Bürgermeister.


Ausbildung für Mädchen

Im Februar werden in allen Weisendorfer Geschäften hölzerne Spendenboxen aufgestellt. Wenn jeder Weisendorfer mindesten einen Euro reinwirft, so die Hoffnung der Weisendorfer Schüler, dann können neue Projekte finanziert werden. So sollen im Nagaland Mädchen gefördert werden und eine Ausbildung zur Näherin bekommen, um sich auf eigene Füße stellen zu können. Nach ihrer Ausbildung werden sie eine Starterpaket bekommen, das auch eine Nähmaschine enthält. Aber auch einer Familie soll geholfen werden, sie soll ein festes Haus bekommen. "Mit einem Euro pro Weisendorfer können wir diese zwei Projekte stemmen", erklärte Projektleiter Ernst Klimek vom Zubza-Team.

Mit der Hilfe aus Weisendorf - in den drei Jahren kamen rund 20.000 Euro zusammen - konnte schon viel erreicht werden, wie Dominik Grüner mit einer Präsentation erläuterte. In gezielten Aktionen in Absprache mit der Gemeindeleitung in Zubza bekamen die ärmsten Familien Bekleidung, Hygieneartikel, Schulmaterial, Saatgut und Gartengeräte zur Selbstversorgung. Durch die Spenden konnten auch ein System zum Filtern des Trinkwassers installiert, eine Krankenstation ausgerüstet und eine Schweinezucht aufgebaut werden.

Klimek erklärte aber auch, dass die Probleme in Zubza noch keineswegs gelöst seien und weitere finanzielle Unterstützung notwendig sei. "Krankheit, Arbeitslosigkeit und die damit verbundene Armut prägt das Leben vieler Familien und wir möchten zumindest die größte Not lindern", warb Klimek um Unterstützung.

Drei Jahre "Zubza-Team" waren für Klimek und Tritthart Grund genug, den Unterstützern und Gönnern mit einer Zubza-Medaille zu danken. Eine Medaille bekamen Pfarrer Wilfried Lechner-Schmidt, Pfarrer Lars Rebhan, Sophie und Helmut Nembach, Bernhard Panzer, Matthias Kronau, Heinrich Schmidt, Claudia Grüner, Brigitte Würch, Gerda Ebersberger, Roland Baierl, Luise Pöverlein und Elke Ger litz. Der Bürgermeister selbst bekam ein geweihtes Kreuz für sein Amtszimmer. Das Zubza-Projekt ist auch ein ökumenisches Projekt. Für Pfarrer Lechner-Schmidt gab es ein besonderes Lob, unter anderem für die Unterstützung bei der Gestaltung des Flyers.
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