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Weisendorf
Bauleitplanung

Windflügel spaltet den Weisendorfer Marktrat

 Optische, emissiontechnische und grundsätzliche Bedenken reklamieren fünf Mitglieder des Weisendorfer Marktrats als Grund für ihre Ablehnung des Baugebiets Windflügel-Nord.
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Es bestünden keine Altlasten im Boden dieses Gewerbebetriebs im Weisendorfer Baugebiet "Am Windflügel", betont der Eigentümer. Die Freifläche habe ledigliche als Lagerfläche für Dachziegel gedient.
Es bestünden keine Altlasten im Boden dieses Gewerbebetriebs im Weisendorfer Baugebiet "Am Windflügel", betont der Eigentümer. Die Freifläche habe ledigliche als Lagerfläche für Dachziegel gedient.
Die erste Sitzung des neugewählten Gemeinderats des Marktes Weisendorf begann mit einem Gedenken an den verstorbenen Oberlindacher Lothar Ort. Bürgermeister Heinrich Süß (UWG) erinnerte an die Verdienste des ehemaligen Gemeinderats. Bis zur letzten Kommunalwahl hatte Ort über 23 Jahre der CSU-Fraktion im Marktgemeinderat angehört. "So lagen ihm die Belange seiner Heimatgemeinde sehr am Herzen. Das zeigte sich durch persönliche Unterstützung verschiedenster Art", erklärte der Bürgermeister.

Zum Bebauungsplan mit integriertem Grünordnungsplan "Am Windflügel-Nord", kündeten sowohl die BWG-FW als auch die Fraktion der Grünen ihre Ablehnung an. Auf der Gewerbefläche südlich des Mühlweihers sollen auf einem Gewerbegrundstück Wohnungen entstehen.

Der Gemeinderat hatte über die eingegangenen Stellungnahmen der öffentlichen Auslegung zu beschließen.
Günther Vogel (BWG) kritisierte erneut die massive Bauweise: "Das Objekt passt nicht dort hin und ich werde auch heute dagegen stimmen."

Mit ähnlicher Argumentation erklärte auch Norbert Maier, dass die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, dem Bebauungsplan nicht zustimme. Für Maier sind die Gebäude außerdem zu nah am Mühlweiher, auch weiche die geplante Bauweise von den Gestaltungsrichtlinien der Gemeinde Weisendorf ab. "Das Areal auf der Südseite des Weihers sollte von einer Bebauung freigehalten werden", erklärte Maier und verwies dabei auch auf die Stellungnahme des Landesamtes für Denkmalpflege.

Völlig anders sieht das Karl-Heinz Hertlein (CSU) und bezeichnet die Einwände von BWG und den Grünen als "etwas weithergeholt". So werde bei der Bebauung ein Teil der Versiegelung verschwinden, außerdem trage eine Wohnbebauung zur gewünschten Verdichtung des Ortskerns bei, und die kritisierten "Wohntürme" würden unter Gebäudehöhe der benachbarten Bungalows liegen.

Manfred Schmidt (FW) macht sich Sorgen wegen des benachbarten Schulsportplatzes. "Nicht dass wir wieder ein Problem wie mit den Anwohnern der Gerbersleite bekommen." Das konnte der Bürgermeister mit dem Hinweis entkräften, dass auch für die Erweiterung des Schulsportplatzes die Nutzungszeiten geregelt werden.

Die Freien Wähler sehen es als positiv, dass die derzeit brachliegende Gewerbefläche einer sinnvollen Nutzung zugeführt werde. Nach Aussage des Eigentümers würde es auf dem Gelände auch keine Altlasten geben, weil die Freifläche als Lagerfläche für Dachziegel gedient habe. Nach einigen redaktionellen Textänderungen wurden - gegen die fünf Stimmen von BWG und Grünen - der Bebauungsplan und der Satzungsbeschluss verabschiedet.


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