Herzogenaurach
Flurwege

Wenn es für den Traktor eng wird

Ein unterschätzter Verkehrsknotenpunkt von Herzogenaurach liegt in der Nutzung. Hier sorgen aber keine Automobile für das hohe Verkehrsaufkommen.
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Der Traktor passt schon kaum durch, ein Mähdrescher wäre sogar noch breiter. Alfons und Peter Schleid zeigen, wie eng es in der Nutzung werden kann.  Fotos: Manfred Welker
Der Traktor passt schon kaum durch, ein Mähdrescher wäre sogar noch breiter. Alfons und Peter Schleid zeigen, wie eng es in der Nutzung werden kann. Fotos: Manfred Welker
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In der Nutzung kreuzen sich zwei Flurbereinigungswege. Einer führt in Verlängerung der Nutzungstraße nach Beutelsdorf, der andere vom Vereinsgelände, wo die Solidarität, der Schützenverein, die Musikinitiative, der KCH und die Eisstockschützen ihren Sitz haben, in Richtung Sportflugplatz. Nicht nur viele Fußgänger und Fahrradfahrer sind auf diesen Strecken unterwegs, neben Baufahrzeugen, die zur im Bau befindlichen Tennishalle fahren, sind auch landwirtschaftliche Fahrzeuge anzutreffen.


Warnbaken sichern Unfallstelle

Dass es eng zugeht ist an einem Geländer zu sehen, das zum Teil bereits repariert werden muss. Ein Fahrzeug hat ein Gittersegment eingedrückt. Zwei weiß-rote Baken sichern zur Zeit die Fehlstelle ab.
Außerdem sind, vermutlich durch den Baustellenverkehr, schon einige Verkehrsschilder verbogen worden.

Von der Nutzung aus ist der Herzogenauracher Ortsteil Beutelsdorf gut zu sehen, dort gibt es noch vier landwirtschaftliche Betriebe, Dengler, Gumbrecht, Seeberger und Schleid. Auch das Saatzuchtunternehmen Breun aus Steinbach hat Ackerflächen in der Nutzung gepachtet und ist mit großen landwirtschaftlichen Maschinen vor Ort.

Der landwirtschaftliche Verkehr beinhaltet Traktoren, Erntemaschinen, zum Teil auch Lkw, die Kalk auf die Äcker bringen, genauso wie Güllefässer, die immer größer und breiter werden. Im Herbst sind große Maishäcksler in der Flur zu beobachten.

Mähdrescher mit einer Breite von 3,25 Metern, die noch zu den kleinen zählen, dürfen mit einer Ausnahmegenehmigung auf der Straße fahren. Der Schneidtisch muss nachgefahren werden, da dieser 4,50 Meter breit ist und erst auf dem Feld an die Front der Maschine angehängt wird. Größere und neuere Modelle können sogar bis zu 3,50 Meter breit sein, mit entsprechend größerem Schneidtisch. Zur Erntezeit sind diese großen Mähdrescher unterwegs, die im Lohndruschverfahren für die Landwirte das Getreide auf deren Äckern ernten.

Schwierig für Mähdrescher ist es, einige Grundstücke anzufahren, was meist an einer Ecke geschieht. Gerade an diesen Stellen sind an dieser Kreuzung Verkehrsschilder platziert worden. Den Landwirten wäre schon geholfen, das Schild von der Kreuzung zurück zu versetzen, um ihnen unnötiges Rangieren zu ersparen, sodass sie leichter in die Äcker einfahren können.


Trafohäuschen sorgt für Enge

Eine unnötige Engstelle ist ebenfalls unweit der Kreuzung, denn ein Trafohäuschen und ein Schacht für ein Hebewerk für den Kanal engen den Weg beiderseits ein. Nach dem Trafohäuschen "verspringt" der Weg, für den zweiten Anhänger am Traktor wird es beim Passieren schon schwierig.

Anhand von Fahrspuren im angrenzenden Acker ist zu erkennen, dass sich ein Gefährt die begrenzte Durchfahrt gespart hat und außen herum gefahren ist. Natürlich nicht zur Freude des Grundstücksbesitzers. Die Familie Schleid hat ohnehin schon während der Erbauung Einschränkungen hinnehmen müssen. Da der Schacht für ein Hebewerk direkt an der Grenze liegt, wurde bei den Bauarbeiten in das Grundstück eingegriffen. Es stellt sich die Frage, ob der Sammler nicht neben dem Trafohaus besser aufgehoben gewesen wäre.

Da der Deckel nicht überfahrbar ist und die Entlüftungsrohre, die mit ihren Bekrönungen wie große Pilze aussehen, mit weiß-roten Baken abgesichert werden, ist die Durchfahrt nicht einfach. In der Erntezeit sind zudem nicht selten zwei Hänger an die Zugmaschine angekuppelt, um das Getreide abfahren zu können.

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