Herzogenaurach
Weihnachtsmarkt

Weitgereiste Gäste beim Weihnachtsmarkt in Herzogenaurach

Zur Eröffnung des Weihnachtsmarkts in Herzogenaurach kamen Gäste aus der Partnerstadt Sainte Luce. Am Vorabend war bereits eine "After-Work-Feier".
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Christkind, Nikolaus und Engel eröffneten den Weihnachtsmarkt.  Foto: Andreas Brandl
Christkind, Nikolaus und Engel eröffneten den Weihnachtsmarkt. Foto: Andreas Brandl
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Fast so weit wie das Christkind hatte es ein irdischer Mitwirkender bei der Eröffnung des Weihnachtsmarkts gestern Abend. Jean-Guy Alix legte 1200 Kilometer zurück, um bei den Herzogenauracher Freunden auf der Bühne stehen zu dürfen. Der Bürgermeister aus Sainte Luce hatte seinen Antrittsbesuch in der fränkischen Partnerstadt.

Ganz und gar nicht zum ersten Mal stand Nina Möhrenschlager auf der Bühne. Für die 19-Jährige, die am Tag nach Weihnachten 20 wird, war es bereits das elfte Mal als Herzogenauracher Christkind. An ihrer Seite stand Robin Schmitt aus Niederlindach als Nikolaus. Der 23-Jährige schlüpfte bei einem Herzogenauracher Weihnachtsmarkt wiederum zum ersten Mal in das Gewand des Bischofs, ist aber als studentischer Leihnikolaus erfahren.

Auch drei Engel assistierten dem Christkind.
Die siebenjährige Rebecca Krämer hat schon ein paar Jahre Erfahrung, für die beiden sechsjährigen Anna Pöltl und Emilia Fischer war es das erste Mal. Ihre Mütter arbeiten übrigens beide im städtischen Kulturamt - Generationen übergreifender Familieneinsatz für den Weihnachtsmarkt.

Der Vorsitzende der Werbegemeinschaft, Michael Dassler, begrüßte die Gäste aus der Partnerstadt mit einem etwas holprigen französisch, aber er versuchte es immerhin. Christoph Iltis von französischer Seite fungierte als Dolmetscher, mit wunderbarem Akzent. Und Bürgermeister Alix stellte fest: "Es sind nicht nur Franzosen und Herzogenauracher hier. Heute sind hier Europäer versammelt."

Begonnen hatte der Markt erstmals bereits am Donnerstag. Damit sollte vor allem den Mitarbeitern der Firmen die Gelegenheit gegeben werden, sich in der Innenstadt zu versammeln und bei Livemusik und Glühwein ein paar fröhliche Stunden zu verbringen.

Experiment kommt gut an

"Super Idee", fand Verena Konstanziak. Sie war mit ihren Kolleginnen von der Zahnarztpraxis Dr. Kaindl und Wegerer zum Marktplatz gekommen, um etwas Pause von der Anstrengung des Alltags zu bekommen. "Gehen Sie mal im Dezember zum Zahnarzt", sagte die junge Frau. Sie spielte auf den Ansturm an, der zum Jahresende ansetzt und schob schmunzelnd hinterher: "Da brauchen Sie auch einen Glühwein." Auf jeden Fall sollte die Idee des "After-Work-Treffens" fest etabliert werden, und zwar genau am Donnerstag. "Wir kommen nächstes Jahr wieder".

Der gleichen Ansicht war ein Grüppchen Adidas-Mitarbeiter. Der Herzogenauracher Werner Mesnaric hatte ein paar IT-Kollegen eingeladen zu kommen. International bunt gemischt war die Runde, ein Brasilianer, ein Inder und ein Pakistani waren nicht nur dabei, sondern mittendrin: "I'm loving it!"

Auch Ulrike Ploner fand die Idee prima, würde sich aber wünschen, dass es dieses Angebot nicht nur an einem verlängerten Wochenende geben sollte. Auch das Winterdorf, das das Bistro Kreisl heuer erstmals aufgebaut hatte, sollte doch am besten jeden Tag sein. Sich abends auf einen Glühwein treffen, das wär's doch auch öfter mal, meinte die Herzogenauracherin.

Donnerstag kommt wieder

Glühwein sei ja ganz gut, meinte hingegen Konrad Gruber, der am Donnerstag aber das Bier vermisste. Gerade wenn man eine After-Work-Party veranstaltet. Außerdem hätten schon alle Stände öffnen müssen, ergänzte Jutta Rost und machte gleich Werbung in eigener Sache: "Den besten Glühwein gibt am Zontastand."

Und etwas zu wenig los war nach Grubers Ansicht auch. Aber so ein Angebot muss sich halt erst einspielen.
Im nächsten Jahr werden die Verantwortlichen der Förder- und Werbegemeinschaft (Föwe) den Termin ihrer Jahreshauptversammlung sicher auch sorgfältiger wählen und nicht ausgerechnet am ersten Tag des Weihnachtsmarkts tagen.

Bei der offiziellen Eröffnung am Freitagabend sagte Föwe-Vorsitzender Michael Dassler bereits zu, auch im nächsten Jahr wieder schon am Donnerstag zu beginnen.
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