Herzogenaurach
Ausstellung

Weisendorfer Künstlerpaar stellt im Kunstraum aus

Eine nicht alltägliche Ausstellung ist bis zum 28. Oktober im Kunstraum an der Langenzenner Straße in Herzogenaurach zu sehen. Das Weisendorf Künstlerpaar Ute Kreuzer und Manfred Dick-Kreuzer präsentieren "Mut und Anmut" sowie "Fast Alltägliches."
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Fotos: Sänger
Fotos: Sänger
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Ute Kreuzer zeigt Schriftkunst, die über Jahre gereift ist und weiter entwickelt wurde. Diesmal sind wenige farbige Arbeiten ausgestellt, die Werke bleiben in der monochromen Palette der klassischen Kalligraphie. Ute Kreuzer, Schulleiterin der Hermann-Hedenus-Schule in Erlangen, widmet sich der Kalligraphie intensiv seit 13 Jahren. Durch regelmäßiges Üben und die unablässige Auseinandersetzung mit Schrift und Komposition schafft Ute Kreuzer seit ein paar Jahren auch in Fachkreisen anerkannte Werke.

Ihr Thema versteht Kreuzer so: "Anmut", weil sich so gut wie alle Kalligraphen der Schönheit der Schrift, des Schriftbildes und der Gestaltung des Blattes verschrieben fühlen, so auch sie. "Mut", weil sie die Grenzen der klassischen Kalligraphie oft weit überschreitet und ihre Arbeiten das Feld der Grafik und Malerei berührt. Dabei geht dann die einfache Lesbarkeit des Textes verloren. Der geschriebene Text wird zur freien Komposition genutzt und subjektiv von Ute Kreuzer interpretiert.

Manfred Dick-Kreuzer zeigt drei Themengruppen unter dem Gesichtspunkt "Fast Alltägliches. "Fast Alltägliches bedeutet für mich, dass wir viele Dinge unserer alltäglichen Umgebung fast nicht mehr bewusst wahrnehmen. Es ist mir ein Anliegen, den Blick wieder genauer auf das Gewohnte zu werfen und somit dem Alltäglichen wieder eine Wertschätzung zu geben", erklärt er seine ausgestellten Papierabzüge. Die Fotos basieren auf klassischer Schwarzweiß-Technik und sind eigentlich altmodische Papierabzüge auf Barytpapier, die Dick-Kreuzer eigenhändig in seiner Dunkelkammer anfertigt. Seine farbigen Bilder fertigt er aus schwarz-weißen Lochkamera-Aufnahmen, die er nach dem Scannen mit Photoshop einfärbt.

Selbst gebaute Lochkamera


Im Kunstraum zu sehen sind eine Zimmerreise mit der Kamera Obskura, diese Bilder entstanden bei ihm zu Hause mit einer selbst gebauten Lochkamera. Für "Bonjour tristesse" sorgen seine Kirchweihbilder, die am frühen Morgen auf Kirchweihplätzen entstanden und auch einen leeren Maßkrug in den Mittelpunkt rücken.

Seine klassischen, kolorierten Schwarz-Weiß-Fotografien zeigen Aufnahmen von Kirchweihfesten, die die Kehrseite solcher Plätze zeigen - ohne Menschen, ohne Lärm oder Lichteffekte. Weitere Aufnahmen zeigen das Ende seines Gartens, Pappeln, die über Jahre mit der Kamera festgehalten wurden. Das Interesse an der Fotographie verbindet Dick-Kreuzer mit seinem Beruf als frei schaffender Grafik-Designer.

Die Ausstellung dauert bis 28. Oktober und ist geöffnet am Samstag und Sonntag von 11 bis 18 Uhr sowie am Donnerstag von 17 bis 18 Uhr.
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