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Weingartsgreuth
Einweihung

Weingartsgreuther Kirche erstrahlt wieder

Die Renovierung der Weingartsgreuther Schlosskirche wurde rechtzeitig zur Weihnachtszeit abgeschlossen.
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Hell und freundlich präsentiert sich der renovierte Innenraum der Kirche. Fotos: Evi Seeger
Hell und freundlich präsentiert sich der renovierte Innenraum der Kirche. Fotos: Evi Seeger
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"Wie ein Fenster zum Himmel" empfindet Pfarrer Torsten Bader die frisch renovierte Weingartsgreuther Kirche. "Wir können das Fenster aufstoßen und hinausschauen oder in den Stall, die Krippe hineinschauen." Dass die Schlosskirche von Weingartsgreuth nach ihrer Renovierung gerade zur Weihnachtszeit neu eingeweiht werden konnte, verlieh dem jetzt hell strahlendem Gotteshaus mit Blick auf Christbaum und Krippe besonderen Glanz.
"Zur Ehre Gottes renoviert", solle die Kirche "ein Abglanz seiner Herrlichkeit sein", sagte Pfarrer Bader. "Ein besonders festlicher Tag", fand auch Wachenroths Bürgermeister Friedrich Gleitsmann (CSU), der die Glückwünsche der Marktgemeinde überbrachte. Und Richard Simmet, Pfarrgemeinderatsvorsitzender der katholischen Schwestergemeinde Sankt Gertrud Wachenroth, wünschte sich, die Ökumene möge ebenso hell strahlen wie die renovierte Kirche.

Pfarrer Bader zeigte sich "überwältigt, wie viele unserer Gemeinschaft von Marktgemeinde und Kirche Ausdruck geben". Neben den Marktgemeinderäten nahmen Abordnungen vieler Vereine aus Weingartsgreuth und Wachenroth sowie die Vertreter von Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderat der katholischen Pfarrei Sankt Gertrud an der Einweihungsfeier teil. Mit seinem Segen stellte der Pfarrer das renovierte Gotteshaus erneut unter den Schutz Gottes. "Erfülle es mit deinem Atem", betete der Geistliche bei der Segnung.
Kirche sei ein Raum, in dem man sich wohl fühle, ein Ort, an den man mit Sorgen und Nöten komme, um Kraft zu tanken. Kirche sei Heimat, für die man dankbar sein müsse, so "dass wir sogar unsere Türen öffnen können für Menschen, die zu uns kommen". In Kirche und Gesellschaft müsse man ihnen Raum geben, damit sie ihr Leben aufbauen können.
Als im Herbst 2013 mit der Sanierung des Innenraums der evangelischen Schlosskirche begonnen wurde, lag die letzte Renovierung etwa 30 Jahre zurück. Es wurden Mauern trocken gelegt, der Putz atmungsaktiv erneuert, die Farbfassungen an Bänken, Balustraden, Ambo und Taufstein überarbeitet und die Beleuchtung modernisiert. Den Restaurator begeisterte vor allem das wertvolle alte Altargemälde, ein Bild von der Verspottung Jesu. Pfarrer Bader vermutet, dass es aus einem alten Kreuzweg der Familie von Seckendorff stammt. "Wer hat schon so etwas", sagte der Pfarrer über das Gemälde, das zeitlich sicher weit früher einzuordnen ist als der barocke Rahmen, der es umgibt.
Die Kosten der Renovierung, beziffert Pfarrer Bader mit rund 35 000 Euro. Vorerst hat sie die Kirchengemeinde selbst finanziert. Viele freiwillige Helfer haben bei den Arbeiten mit Hand angelegt. Die Marktgemeinde Wachenroth hat einen Zuschuss zugesichert.
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