Eckental

Vorsicht vor betrügerischen Anrufen eines "BKA-Hauptkommissars"

Ein Rentnerehepaar aus Eckental ist jüngst von einem angeblichen "Hauptkommissar des Bundeskriminalamtes" angerufen worden. Offensichtlich handelte es sich um Betrüger. Die Polizei warnt vor derartigen Anrufen.
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Symbolbild: Michael Gründel
Symbolbild: Michael Gründel
Der Anrufer erklärte, dass gegen den Mann wegen Verstoßes gegen das Geldwäschegesetz ermittelt werde. Er wolle ihm nun helfen, eine Untersuchungshaft zu vermeiden. Der Mann forderte den Rentner auf, die Telefonnummer auf seinem Display zurückzurufen, um festzustellen, dass es sich tatsächlich um das BKA handelt. Er solle aber anschließend sofort wieder auflegen, da der angebliche Hauptkommissar umgehend zurückrufen wolle. Als der Rentner die Nummer anrief, meldete sich tatsächlich das BKA Wiesbaden. Nachdem er wieder aufgelegt hatte, rief der falsche Beamte wieder an und erklärte dem Rentner, dass er sich am folgenden Tag wieder melden wird, um weitere Anweisungen zu geben. Außerdem stellte er dem Rentner eine Entschädigung von 84.000 Euro in Aussicht. Der Anruf am folgenden Tag fand jedoch nicht mehr statt.


Bei der Anzeigenaufnahme wurde bekannt, dass der Rentner bereits vor mehreren Monaten einen Anruf erhalten hatte, bei dem ihm mitgeteilt worden war, dass er in einem Gewinnspiel den Betrag von 84.000 Euro gewonnen hätte. Um den Gewinn ausbezahlen zu können, wäre allerdings die Überweisung von 6000 Euro an eine Person in Paraguay über Western Union erforderlich. Der gutgläubige Mann kam der Aufforderung nach und überwies das Geld. Er hatte aber weder einen Gewinn noch seine 6000 Euro wiedergesehen.

Hintergrund des Anrufes des falschen Hauptkommissars war offensichtlich, dass auch hier zunächst die Überweisung eines Geldbetrages gefordert worden wäre, ehe der Rentner die angebliche Entschädigung in Höhe von 84.000 Euro erhalten hätte. Auch hier wäre das Resultat wohl das gleiche wie bei dem angeblichen Gewinnspiel gewesen.

Erneut warnt die Polizei davor, Unbekannten aufgrund eines Anrufes Geld zu überweisen oder seine Bankverbindung am Telefon preiszugeben. Vielmehr sollten die Unbekannten aufgefordert werden, ihr Anliegen schriftlich per Post zu formulieren. Im Verdachtsfall darf auch einfach der Hörer aufgelegt werden. ak

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