Höchstadt
Wintersport

Viel los im Höchstadter Stadion: "Eislaufen gehört dazu"

Hunderte drehen dieser Tage ihre Runden im Stadion am Kieferndorfer Weg in Höchstadt. Das Kunsteis bietet derzeit die einzige Wintersportmöglichkeit weit und breit.
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Das Höchstadter Eisstadion lockt in diesem milden Winter Schlittschuhläufer aus ganz Franken.  Foto: Andreas Dorsch
Das Höchstadter Eisstadion lockt in diesem milden Winter Schlittschuhläufer aus ganz Franken. Foto: Andreas Dorsch
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Die Weihnachtsferien bedeuten für das Eisstadion in Höchstadt wieder Hochsaison. Die Freizeiteinrichtung ist in diesen Wochen so stark frequentiert wie sonst das ganze Jahr über nicht.

Zum Bayernliga-Heimspiel der Höchstadter "Alligators" gegen Memmingen füllten am Sonntagabend über 1100 Zuschauer die Ränge. Wenn nicht gerade Eishockey gespielt wird, drehen Hobby-Schlittschuhläufer ihre Runden.

Und die kommen aus ganz Franken, wie man an den Autokennzeichen auf dem Parkplatz erkennen kann.
Im Vormittagslauf am gestrigen Mittwoch tummelten sich 180 Menschen auf dem Eis. Darunter blutige Anfänger, die noch recht unsicher auf den Kufen standen, ebenso wie wahre Cracks.


Jedes Jahr aus Bad Windsheim nach Höchstadt

Unter ihnen auch zwei Familien aus Markt Bergel bei Bad Windsheim. "Wir kommen jedes Jahr ein- oder zweimal zum Eislaufen nach Höchstadt", verrät ein Familienvater während einer kurzen Pause an der Bande und fügt hinterher: "Wir verbinden die Fahrt dann gleich mit einem Einkauf in Erlangen oder Herzogenaurach."

Für eine Mutter mit zwei Kindern, die mit ihrer Schwester aus Hetzles bei Neunkirchen am Brand angereist war, "gehört Eislaufen einfach zum Winter". Dafür nehmen sie auch eine halbe Stunde Anfahrt in Kauf.

Hans-Peter Philipp, der Leiter des Höchstadter Freizeitzentrums, freut sich über jeden Gast, bringt der doch auch Geld in die Kasse. Das wird für das Eisstadion in diesem milden Winter auch gebraucht. "Der Energieaufwand zum Kühlen ist deutlich höher als in einem normalen Winter", sagt Philipp.


Teilweise 350 Leute auf dem Eis

Der Vormittagslauf am Mittwoch war mit 180 Besuchern zwar schon gut frequentiert, rekordverdächtig war er aber nicht. Philipp: "Wir haben teilweise auch Läufe mit 350 Leuten." Die Vormittagsläufe können in diesen Tagen angeboten werden, weil in den Ferien die Schulen nicht auf dem Eis sind.

Wer auf Nummer sicher gehen und sich darüber informieren will, wann das Eisstadion zum nächsten Publikumslauf die Pforten öffnet, findet die aktuellen Laufzeiten unter www.hoechstadt.de auf der Homepage der Stadt.

Einen Boom hat es heuer beim Verkauf der Saisonkarten fürs Eisstadion gegeben. "So viele wie noch nie", sagt Philipp. Ohne Saisonkarte zahlen Erwachsene für zwei Stunden Eislaufen drei Euro, Jugendliche zwei, Kinder bis sechs Jahre sind frei.

Neu gibt es ab 1. Januar einen "Familientarif klein". Für ein Elternteil mit Kindern sind dann nur fünf Euro fällig. Allerdings muss nachgewiesen werden, dass es die eigenen Kinder sind.

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