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Gremsdorf
Umgestaltung

Verwaltungsbau in Gremsdorf ist weg

Mit dem Abriss des Verwaltungsbaus enden die Sanierungsarbeiten auf dem historischen Gelände der Behinderteneinrichtung der Barmherzigen Brüder in Gremsdorf.
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Nur noch ein Berg Bauschutt ist vom ehemaligen Verwaltungsbau der Gremsdorfer Behinderteneinrichtung übrig. Foto: Andreas Dorsch
Nur noch ein Berg Bauschutt ist vom ehemaligen Verwaltungsbau der Gremsdorfer Behinderteneinrichtung übrig. Foto: Andreas Dorsch
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Die unterschiedlichen Nutzungsdauern von Gebäuden werden derzeit in Gremsdorf deutlich. Während das bereits im Jahr 1745 erbaute Gremsdorfer Schloss frisch saniert in neuem Glanz erstrahlt, war der erst in den 1970er Jahren angebaute Verwaltungstrakt nicht mehr zu gebrauchen und fiel in den vergangenen Tagen unter die Spitzhacke.

Mit diesem Abriss schließt die Behinderteneinrichtung der Barmherzigen Brüder die Sanierungsarbeiten auf dem historischen Teil ihres Areals ab. Der Zweckbau aus den 1970er Jahren war einst errichtet worden, um im Erdgeschoss Platz für die Büros der Verwaltung und den Eingangsbereich zu schaffen. Im Obergeschoss waren bis 1992 Pflegerinnen aus dem Orden der Spanischen Schwestern untergebracht, erinnert sich der für die Öffentlichkeitsarbeit der Einrichtung zuständige Johannes Salomon.

Brüder von Schwestern getrennt

Die Klosterschwestern mussten von den Ordensleuten der Barmherzigen Brüder getrennt werden, die im alten Schloss wohnten. Die Schule für Heilerziehungspflege brachte später genügend weltliches Personal, wodurch die Brüder und Schwestern von ihren Orden abgezogen werden konnten.

Die Verwaltung ist inzwischen in das ehemalige Schloss umgezogen, in dessen Ostflügel auch der neue Eingangsbereich angesiedelt wurde. Noch ist dieser für Ortsunkundige etwas schwer zu finden, räumt Salomon ein, das werde sich aber bald ändern.

Wenn der Bauschutt des Verwaltungstrakts abtransportiert ist, sind die in den zweistelligen Millionenbereich gehenden Sanierungsarbeiten beendet. Das heißt aber nicht, dass auf dem weitläufigen Areal der Behinderteneinrichtung nicht weiter gebaut wird.

Auf der anderen Seite der Zufahrtsstraße liegt ein zweiter Werkstatt-Komplex in den letzten Zügen. Darin enthalten ist auch eine kleine Mehrzweckhalle, Sozialräume und ein zusätzlicher Speisesaal. Hier werde auch der Werkstattverkauf etabliert, kündigt Johannes Salomon an. Und es sollen zusätzliche Arbeitsplätze entstehen.

Die Gesamtzahl der Mitarbeiter in der Behinderteneinrichtung ist inzwischen auf 430 angestiegen. Diese betreuen 300 Bewohner. Bald werden es 32 mehr sein, denn geplant ist auch der Bau eines weiteren Wohnheimes.

Großer Bedarf an Plätzen

"Momentan haben wir kein Bett frei", sagt Salomon mit Blick auf die bayernweiten Anfragen nach Unterbringungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung. In Gremsdorf betreut werden geistig Behinderte, zunehmend aber auch psychisch Kranke. Sie kommen aus den umliegenden Bezirkskrankenhäusern oder direkt aus ihren Familien. Daneben sind in den Werkstätten auch Externe beschäftigt. Menschen, die zwar zu Hause leben, aber auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Chance haben.

Der Bedarf an Betreuungsplätzen ist stark gestiegen, stellt man bei den Barmherzigen Brüdern fest. Zunehmend kommen Opfer schwerer Unfälle oder auch Menschen, deren ehemalige Drogen- oder Alkoholsucht schon psychische Auswirkungen zeigt.

"Rundum positiv" sieht Gremsdorfs Bürgermeister Norbert Walter (CSU/BB) die Aktivitäten der Barmherzigen Brüder. Walter ist vor allem auch von der Verschönerung des Ortsbildes begeistert.
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