Emskirchen
Polizeieinsatz

Vermeintliche Bombendrohung am Bahnhof Emskirchen

Eine vermeintliche Bombendrohung in Emskirchen hat für Behinderungen im Bahnverkehr gesorgt. Ein ICE musste am Bahnhof Emskirchen anhalten. 300 Passagiere wurden evakuiert.
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symbolbild: Julian Stratenschulte/dpa
symbolbild: Julian Stratenschulte/dpa
Etwa 300 Fahrgäste mussten am Montagmorgen einen ungewollten Zwischenstopp auf dem Bahnhofsgelände in Emskirchen hinnehmen.

Wie der Pressesprecher des Bundespolizei in Nürnberg, Rainer Schlemmer, erklärt, sollte man besser von einem "schlechten Scherz" sprechen, den sich heute Morgen gegen 8.06 Uhr ein 35-jähriger Mann erlaubt hat. Deswegen musste nicht nur der ICE 21 evakuiert, sondern auch der komplette Bahnhof gesperrt werden.

Als der Mann von der Zugbegleiterin nach seinem Fahrschein gefragt wurde, soll dieser nur mit den Worten "Bombe, Bombe", geantwortet und auf seine Tasche gezeigt haben. Die Bahn-Mitarbeiterin hat daraufhin die entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen ergriffen und zuständige Dienststellen alarmiert. Noch während der Fahrt konnte ein Mitarbeiter der Bereitschaftspolizei, der sich im Zug befand, einen Blick in die offene Tasche werfen, berichtet Schlemmer. Die Polizeiinspektion Neustadt-Aisch veranlasste aus Sicherheitsgründen die komplette Evakuierung des Zuges.

300 Fahrgäste wurden in Sicherheit gebracht, während mehrere Polizisten den Zug durchsuchten.
Die Einsatzkräfte, die mit einem Sprengstoffspürhund den Zug durchsuchten, fanden im Zug keine Anzeichen eines Sprengsatzes, berichtet Schlemmer.

Der 35-Jährige Taschenbesitzer zuckte den Angaben Schlemmers zufolge während der Durchsuchung nur mit den Achseln und gab keine sinnvollen Antworten. Zudem sprach er kein Deutsch und nur sehr schlechtes Englisch. Er wird am Nachmittag mit der Hilfe eines Dolmetscher vernommen, erklärt Schlemmer. Gegen ihn wird eine Anzeige wegen Störung des öffentlichen Friedens erstattet.

Die 300 Zuggäste fanden Zuflucht in einem Feuerwehrhaus, berichtet sat1bayern.de. Wie ein Sprecher der Bahn bestätigt, brachten Sonderbusse die Fahrgäste nach Nürnberg.

Auf der Bahnlinie zwischen Nürnberg und Würzburg kam es wegen des Zwischenfalls zu massiven Behinderungen. Mittlerweile ist die Sperrung des Bahnhofs Emskirchen wieder aufgehoben. Der Zugverkehr wurde wieder aufgenommen. Allerdings kann es nach Angaben der Bahn noch zu Folgeverzögerungen kommen.
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