Wettbewerb

Unterwegs mit "fliegendem Hund"

Hundesport nimmt an Beliebtheit ständig zu. Die Ortsgruppe Aischgrund begrüßte auf ihrem Areal zur Jugend- und Juniorenmeisterschaft der Landesgruppe.
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Die Hunde müssen gehorchen, damit beim Agility-Wettbewerb ales klappt. Die Erziehung dazu klappt nur gewaltfrei gut. Fotos: Yannick Hupfer
Die Hunde müssen gehorchen, damit beim Agility-Wettbewerb ales klappt. Die Erziehung dazu klappt nur gewaltfrei gut. Fotos: Yannick Hupfer
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Als eine Insel bezeichnet der Vorsitzende der Ortsgruppe Aischgrund, Ronald Felber, das Vereinsheim, das ohne Strom und fließendes Wasser zurechtkommen muss. Insel deswegen, weil man sich Wasser aus einem Brunnen holt, Trinkwasser selbst mitbringt und Strom per Generator erzeugt wird. Trotzdem seien der Schäferhundeverein und der Polizei- und Schutzhundeverein Höchstadt, die zusammen unter dem Namen Ortsgruppe Aischgrund agieren, sehr zufrieden mit dem Gelände.

Am Samstag und Sonntag durfte die OG Aischgrund auf ihrem Areal zahlreiche andere Ortsgruppen zur Jugend- und Juniorenmeisterschaft der Landesgruppe begrüßen. Zwölf Jugendliche konnten am Samstag an drei Teilbereichen teilnehmen. Zucht, Leistung und Agilty heißen die Bereiche, in denen sie nach Punkten von einem Richter beurteilt wurden.

Vor allem die Disziplin Agility findet immer mehr Zuspruch bei Hundeliebhabern. Dabei geht es darum, seinen Hund möglichst fehlerfrei durch einen Parcours zu leiten. Hindernisse sind dabei Stäbe, über die die Hunde springen mussten; eine kleine Brücke, ein Slalom-Parcours und eine Rolle, die die Hunde durchlaufen müssen. Wichtig ist dabei vor allem, dass der Hund möglichst gut auf sein Herrchen hört.


Einfühlungsvermögen nötig

"Man muss auch einmal streng sein, aber niemals brutal", erklärt Ronald Felber. Eine "Erziehung mit Überlegung" sei der Schlüssel zum Erfolg. Demnach sei aber auch wichtig, dass man die Hunde auch einfach spielen lasse.

Schirmherr der Veranstaltung war Comedian Volker Heißmann. Bekannt aus "Waltraud und Mariechen" steht er, gemeinsam mit seinem Kollegen Martin Rassau, oft auf der Bühne. Deswegen habe er selbst keine Zeit für einen Hund. Trotzdem schätzt er an Hunden ihre Treue und Freundschaft.

Lydia Störzer, Jugendwartin der OG Aischgrund, kennt Heißmann bereits seit mehreren Jahren. Als Schaustellerin durfte sie Volker Heißmann auf der Fürther Kerwa mit einem speziellen Zielfernrohr bereits das ein oder andere Mal zu einem glücklichen Schuss verhelfen.


Intensives Training nötig

Auch der Comedian erkannte an, dass viel Arbeit und Zeit mit dem Hobby verbunden ist. Dreimal wöchentlich steht das Vereinsgelände für die rund 60 Mitglieder offen. Dabei geht es laut Felber sehr familiär zu. Nach dem Training mit den Hunden sitzen die Mitglieder oft noch im Vereinsheim zusammen.

Für die sechs Jugendlichen im Verein sieht der Vorstand aber auch eine erzieherische Maßnahme im Hobby. "Dadurch lernt man, dass man sich um etwas kümmern muss", sagt Felber. Weiter sagt er: "Durch das Hundeführen lernt man für das Leben."

Volker Heißmann nahm mit Bürgermeister Gerald Brehm die Siegerehrung vor und übergab den Jugendlichen ihre Pokale. In der Kategorie IPO3 hat am Samstag Ann-Kathrin Zuber gewonnen. Sie hat sich somit für die deutsche Jugendmeisterschaft qualifiziert. Einen Preis in der Kategorie "Bester andersrassiger Hund" bekam Julia Kraus. Zudem wurde sie Tagessiegerin am Samstag.


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