Adelsdorf
Reise

Uganda beeindruckt Reisende aus Adelsdorf und Hannberg

Eine kleine Delegation aus den Pfarreien Adelsdorf und Hannberg hat verschiedene Hilfsprojekte in Uganda besucht. Die Menschen dort leben oft in ärmlichen Verhältnissen und zeigten sich überaus dankbar für die Spenden und die Unterstützung aus Deutschland.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Gäste aus den Pfarreien Adelsdorf und Hannberg wurden von den Bewohnern in Busagula herzlich empfangen Foto: Stubenvoll
Die Gäste aus den Pfarreien Adelsdorf und Hannberg wurden von den Bewohnern in Busagula herzlich empfangen Foto: Stubenvoll
+40 Bilder
Tief beeindruckt kehrten 15 Reisende aus den beiden katholischen Pfarreien Hannberg und Adelsdorf vor Kurzem aus Uganda nach Deutschland zurück. Bei ihrem Besuch überzeugten sie sich vor Ort, dass die Spenden des Missionskreises Adelsdorf und des Sachausschusses "Mission Entwicklung und Frieden" der Pfarrei Hannberg an die Diözese Masaka in Uganda wahrlich gut ankommen und bestens angelegt sind.

Sauberes Wasser in der Trockenzeit

Bei knapp 30 Grad Hitze zum Ende der Trockenzeit erfuhren die Gäste gleich, wie wichtig die von beiden Pfarreien finanzierten Brunnen sind. Das Brunnenwasser ist wesentlich sauberer als das, was die Menschen sonst aus den schmutzigen Wassertümpeln holen.

Pfarrer aus Hannberg und Adelsdorf taufen 32 Kinder in Uganda

Während eines Gottesdienstes durften die beiden fränkischen Priester Lars Rebhan aus Hannberg und Thomas Ringer aus Adelsdorf 32 Kinder taufen. In Mbirizi, einer der beiden Partnerpfarreien, besuchte die Gruppe das Waisenhaus, das schon mehr als 15 Jahre von Deutschland aus unterstützt wird.

Ein viereinhalb Stunden dauernder Festgottesdienst in der Pfarrei Busaluga mit dem Bischof der Diözese Masaka, John Baptist Kaggwa, gehörte zu den Höhepunkten der Besuchsreise. Im Anschluss weihte der hohe Geistliche im Beisein des Vorsitzenden des Regierungsbezirkes Masaka, der beiden Gastpriester und weiteren Politikern und Vertretern der Pfarreien das Kultur- und Weiterbildungszentrum und eine Wasserzisterne ein. Er legte auch noch den Grundstein für eine Krankenschwestern-Wohnanlage.

Fortbildungszentrum eingeweiht

Das Bildungszentrum wurde von Caritas Maddo, einer ländlichen Entwicklungseinrichtung, zusammen mit dem Sachausschuss der Pfarrei Hannberg, dem Internationalen Ländlichen Entwicklungsdienst (ILD) und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) verwirklicht. In den neuen Gebäuden werden sowohl Schüler der weiterführenden Schule in Busaluga als auch Kleinbauern in ökologischem Kaffeeanbau unterwiesen. Die Gebäude sollen eine Grundlage für eine nachhaltige wirtschaftliche und soziale Entwicklung in den Landstrichen bieten. Die bunten Tänze der Schüler waren ein fröhliches Dankeschön für die neuen Klassenräume.

Hilfe für Krankenstation aus Adelsdorf und Hannberg

Auch die Versorgung der Krankenstation in Busaluga mit Strom und Wasser sowie den Bau von Energie einsparenden Öfen und Wassersammelstellen für private Häuser haben die deutschen Freunde mitfinanziert. Als gerade die Solarmodule für die Krankenstation eintrafen, packten die fränkischen Gäste gleich bei der Installation auf dem Wellblechdach mit an.

Die Station wurde bereits im Jahr 2013 in Betrieb genommen, aber jetzt erst gibt es dort Licht und Strom für den Kühlschrank, in dem bald Medikamente aufbewahrt werden können.


"Ich träume noch jede Nacht von den Menschen und Begegnungen in Uganda. Besonders beeindruckt hat mich die Herzlichkeit dieser Menschen. Sie haben oft nur das Nötigste und sind so dankbar für unsere Hilfe", erzählt Agnes Hitschfel, selbst Krankenschwester.

"Allein die medizinische Versorgung durch die beiden Krankenschwestern ist für die Bevölkerung vor Ort eine wirkliche Bereicherung", findet sie. Die Menschen dort besitzen oft nicht einmal ein Fahrrad und müssen deshalb Kilometer weit laufen, um im Krankheitsfall Hilfe zu bekommen. Die Solaranlage auf dem Dach sei wirklich ein Segen für die Station.

Am berührendsten war es für Gertrud Stubenvoll, die Vorsitzende des Adelsdorfer Missionskreises, die Freude der Bevölkerung über die große Hilfe zu erleben.

Auch das Engagement, das die Ugander zeigen, um sich in Zukunft besser selbst helfen zu können, beeindruckte sie stark.

Andreas Hummels Motiv für die Reise war, zu sehen, wie sich die bereits laufenden Projekte in Uganda entwickeln.

"Ich wollte die Verantwortlichen dort kennenlernen und sehen, ob sie zuverlässig arbeiten." Natürlich war er auch neugierig auf die fremde Kultur.

"Was die Kinder dort leisten müssen, wie viele Kilometer sie das Wasser auf dem Kopf von der Zisterne nach Hause schleppen müssen oder dass sie auch einen ebenso langen Schulweg haben" bewundert er sehr. Und trotz der ärmlichen Verhältnisse seien die vielen Waisenkinder oft fröhlich.

Pfarrer Thomas Ringer war wie alle Adelsdorfer Teilnehmer zum ersten Mal in Uganda.

" Es war interessant, zu erleben, wie es wirklich in den Missionsgebieten aussieht und zugeht", erklärte er. "Im Film schaut alles anders aus als in der Realität, und man kann es sich vom Hörensagen und Lesen eigentlich gar nicht richtig vorstellen, wie die Menschen dort leben." Für ihn war es trotzdem "schön", aber in einem anderen Sinn.

Alle Reiseteilnehmer hatten nach der Rückkehr in den normalen westlichen Alltag etwas Schwierigkeiten.

"Unsere alltäglichen Probleme waren auf einmal so unwichtig, und plötzlich hinterfragt man Dinge, die für uns Westeuropäer selbstverständlich sind wie Duschen, Haarewaschen und mehr", erklärt Gertrud Stubenvoll. "Und trotz allem sind die Menschen dort zufrieden."

Zu einem Besuch in Uganda gehört aber natürlich auch das Kennenlernen der Schönheiten des Landes. Father Peter Ssenkaayi betätigte sich gerne als Reiseleiter und führte die Gäste am Ende ihres Aufenthaltes auf die Ssese Islands im Viktoriasee, wo die Gruppe Father Aloysius treffen konnte, der versucht, alle drei Monate seine Gläubigen auf den 45 bewohnten Inseln zu besuchen. Eine Safari durch den Murchison Falls Nationalpark durfte auch nicht fehlen. Dort konnte man Schimpansen, Elefanten, Giraffen, Antilopen und Büffel in freier Natur beobachten.

Father Aloysius und Father Peter werden im Mai zum Adelsdorfer Pfarrfest erwartet, und der Erlös des Fastenessens am 22. März in St. Stephanus ist für Busaluga gedacht.
Verwandte Artikel
Verwandte Fotoserien
Noch keine Kommentare
Sie sind nicht angemeldet.
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentieren zu können!
registrieren