Uehlfeld
Neue Räume

Uehlfelder Kulturverein hat eigenes Domizil

Im Uehlfelder Torhaus hat der Kulturverein "Bänkla" eigene Räume bezogen. Veranstaltungen im kleineren Kreis sollen künftig dort stattfinden. Rund 40 Besucher finden Platz.
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Im Uehlfelder Torhaus wurde Platz für den Kulturverein "Bänkla" geschaffen.  Fotos: Sonja Werner
Im Uehlfelder Torhaus wurde Platz für den Kulturverein "Bänkla" geschaffen. Fotos: Sonja Werner
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Sein eigenes Domizil hat der Uehlfelder Kulturverein "Bänkla" seit Kurzem. Die Räumlichkeiten im frisch sanierten altehrwürdigen Torhaus sind nun für Veranstaltungen offiziell zugänglich.
40 Sitzplätze gibt es dort, einen kleineren Gruppenraum und natürlich die notwendigen sanitären Anlagen. Alte Mauern und Holzbalken sind mit moderner Architektur aufs beste verbunden und schaffen eine gemütliche Atmosphäre. Die Feier für rund 100 geladene Gäste fand im extra aufgebauten Zelt statt - der neue Raum im Torhaus ist handlicheren Veranstaltungen vorbehalten. Für die großen Ereignisse dient weiterhin der Prechtelsaal, der dem "Bänkla" schon immer eine Heimat war.
"Auf unsrem "Bänkla" haben in den 23 Jahren seines Bestehens schon viele Platz genommen", sagte Vorsitzender Walter Kirsch in seiner Begrüßungsrede.
"Angetreten sind wir seinerzeit mit der Absicht, eine unabhängige Begegnungsstätte für Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Wünschen zu schaffen. Das ist uns wohl gelungen, und jetzt haben wir auch einen eigenen Platz dafür. Es ist ein wunderbarer Gedanke, das alte Uehlfelder Wahrzeichen wieder mit Leben zu erfüllen."
"Obersuper" empfinden es die Besucher und Bänkla-Mitglieder Rosita und Stefan Popp, "vor allem, dass der Walter das alles so durchgezogen hat".
Vor sieben Jahren, nach dem Gemeinderatsbeschluss zur Sanierung des Torhauses, keimte langsam der Gedanke, sich doch hier niederzulassen. Der damals amtierende und jetzige Altbürgermeister Helmut Praus war sofort dabei und die Zusage erfolgte alsbald. Auch wenn man zuerst ein wenig vorsichtig in die Zukunft blickte - verschiedene staatliche Zuschüsse und nicht zuletzt die örtlichen Banken brachten die Realisierung des Projekts doch zu einem glücklichen Ende.
Seit Ende des 18. Jahrhunderts gab es das obere und untere Torhaus in Uehlfeld, "zur Abwehr von Gaunern und Ganoven" damals erbaut. Das obere Torhaus wurde 1969 aus verkehrstechnischen Gründen abgerissen, dem unteren hätte nach Vorstellung mancher Einwohner dasselbe Schicksal blühen können. Dank dem Gemeinderatsbeschluss vor sieben Jahren blieb dem Wahrzeichen aus alter Zeit das erspart. "Hätten wir einen Kreisverkehr zur Verkehrsberuhigung bauen müssen, wär' uns das auch nicht billiger gekommen", resümierte Bürgermeister Werner Stöcker (CSU), der bei Amtsantritt die "Baustelle" von Praus übernahm.
Zur Feier des Tages hatte das Bänkla übrigens eigens Lebkuchen in Torhausform backen lassen. Die Formen sind handgefertigt und werden von einem Bäcker aus dem Nachbarort, der in Uehlfeld einen Backladen betreibt, nur auf Wunsch des Bänkla verwendet.
Der erste Auftritt in den neuen Räumen erfolgte gleich am nächsten Tag mit einer Lesung von Autor Helmut Haberkamm. An diesem Tag konnte auch die Allgemeinheit die neuen Bänklaräume besichtigen.

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