Herzogenaurach

Startschuss für das neue Parkdeck

Der Herzogenauracher Haupt- und Finanzausschuss hat bereits die ersten Aufträge für die Bauarbeiten am Rande des Großparkplatzes an der Schütt vergeben. Nun fehlt nur noch grünes Licht vom Stadtrat für den Rohbau.
Artikel drucken Artikel einbetten
Bürgermeister German Hacker hofft, dass das Parkdeck an der Schütt bereits im Herbst in Betrieb gehen kann. Repro: Stadt Herzogenaurach
Bürgermeister German Hacker hofft, dass das Parkdeck an der Schütt bereits im Herbst in Betrieb gehen kann. Repro: Stadt Herzogenaurach
Wenn der Herzogenauracher Stadtrat in seiner Sitzung am 16. Juli dem Empfehlungsbeschluss des Haupt- und Finanzausschusses folgt, kann noch im Juli mit dem Bau des Parkdecks am Rande des Großparkplatzes an der Schütt begonnen werden.
Aufgrund der Bausumme muss der Stadtrat über die Vergabe des Rohbaus entscheiden, die übrigen Gewerke werden vom Ausschuss vergeben. Ursprünglich war geplant, das Parkhaus an ein Generalunternehmen zu vergeben, und die Stadt Herzogenaurach hätte sich nur bei der einmaligen Vergabe mit der Baumaßnahme beschäftigen müssen. Wie Bürgermeister German Hacker (SPD) in der Sitzung erklärte, habe man von dieser Vorgehensweise aber wieder Abstand genommen, da nur ein Angebot einging und dieses mit rund 2,6 Millionen Euro auch recht hoch erschien.
So entschloss sich die Stadt zusammen mit dem Architekturbüro Quandt, die Arbeiten des Parkdecks in Lose aufzuteilen und jedes Gewerk einzeln auszuschreiben.

Mehr Arbeit für die Verwaltung

Bürgermeister Hacker verhehlte auf Anfrage aus dem Gremium aber auch nicht, dass damit auf die entsprechenden Abteilungen der Stadt und deren Mitarbeiter auch ein Mehr an Arbeit zukomme. Denn es müssen die einzelnen Gewerke bis hin zu den Außenanlagen nicht nur einzeln ausgeschrieben, geprüft und abgenommen werden, sondern auch die Gewährleistung sichergestellt werden - alles Arbeiten, die der Generalunternehmer hätte übernehmen müssen.
Auch für das Architekturbüro ergibt sich dadurch ein Mehraufwand, aber am Ende würde sich das nicht in den Baukosten niederschlagen. Das Architektenhonorar richte sich nach der Bausumme, und durch die Vergabe der einzelnen Gewerke würden sich auch die Gesamtkosten nicht erhöhen. Es könnte sogar das Gegenteil eintreten, wie die Vergabe der ersten Gewerke bereits bewies.
Bei der öffentlichen Ausschreibung der Rohbauarbeiten, die Erd-, Abwasser- und Betonarbeiten sowie den Stahlbau beinhalten, bewarben sich sechs Firmen. Der Ausschuss empfiehlt dem Stadtrat, den Rohbau an die Firma Dietz Baugesellschaft aus Weismain für 688 570 Euro zu vergeben, die etwas unterhalb der Kostenberechnung des Architekturbüros von 700 000 Euro liegt. Knapp unter der Kostenberechnung lag auch das Angebot der Firma Busch Bedachungen aus Reichenbach/Vogtland, die die Dacharbeiten für rund 94 000 Euro ausführen soll.

Betrieb ab Herbst

"Es freut mich, dass auch eine einheimische Firma zum Zug kommt", kommentierte Renate Schroff (SPD) die Vergabe der Pflasterarbeiten. Mit knapp unter 85 000 Euro und damit auch unter der Kostenberechnung hatte die Herzogenauracher Firma Zollhöfer das günstigste Angebot abgegeben. Die Gussasphaltarbeiten bot die Firma Asphaltbau Schleiz aus Schleiz/Thüringen als Mindestbieter für knapp unter 137 000 Euro an und liegt damit um etwa 5000 Euro unter der Kostenberechnung. Der Ausschuss stimmte den Vergaben ohne größere Diskussionen und Gegenstimmen zu. Der Bürgermeister kündigte für die nächste Sitzung noch weitere Vergaben zu und hofft, dass das Parkdeck noch im Herbst in Betrieb gehen wird.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren