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Erlangen
Manhattan-Kino

Stadt Erlangen ist irritiert über Webers Kino-Pläne

Um die Zukunft des Erlanger Manhattan-Kinos und des Nachbargrundstücks gibt es leichte Verwirrung in der Hugenottenstadt.
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Dieses Modell hatte die Familie Weber am Donnerstag der Öffentlichkeit präsentiert.  Modell: Cinecitta Multiplexkino GmbH
Dieses Modell hatte die Familie Weber am Donnerstag der Öffentlichkeit präsentiert. Modell: Cinecitta Multiplexkino GmbH
Es gibt, im Gegensatz zur Aussage einer Medieninformation der Familie Weber, kein Kaufangebot der Stadt für das ans "Manhattan" angrenzende Grundstück des Kinobesitzers. Dies hat die Stadt Erlangen am Freitag in ihrem Rathausreport klargestellt. Auch eine Vorstellung des in der Pressemitteilung skizzierten Bauvorhabens in einer gemeinsamen Besprechung habe nicht stattgefunden. Es liege bei der Stadt auch kein formeller Kaufantrag oder gar ein Bauantrag vor. Der Stadtrat habe bisher keinen Beschluss zu einem Verkauf dieses Grundstücks oder über mögliche Auflagen dafür gefasst. Er werde sich jedoch in nächster Zeit mit diesem Thema befassen.
Äußerst irritiert zeigt sich Kulturreferent Dieter Rossmeissl über den raschen Wechsel der Ankündigung von Kinobetreiber Wolfram Weber hinsichtlich seiner Kinopläne. Zuerst teilte dieser mit, in dem angemieteten Gebäude des jetzigen "Manhattan" ein "Deluxe-Kino" errichten zu wollen. Als die jetzigen Betreiber des "Manhattan" mit der Bitte auf die Stadt zukamen, ihnen bei der Suche nach Alternativstandorten für ihr Programmkino zu helfen und dabei auch das ans jetzige Kino angrenzende Grundstück zur Diskussion stand, schlug Weber plötzlich vor, das bisherige Kino an die bisherigen Betreiber unterzuvermieten und sein Deluxe-Kino auf der angrenzenden Freifläche zu errichten.


Programmkino erhalten

Der jetzt als Pressemitteilung verbreitete Wunsch der Familie Weber, sowohl ein Programmkino im bestehenden Gebäude zu betreiben als auch ein Luxus-Kino daneben in Eigenregie zu errichten, bedeute die Verdrängung der bisherigen "Manhattan"-Betreiber aus der Erlanger Kino-Szene, so Rossmeissl. Ein Nebeneinander von zwei unterschiedlichen Kinos an diesem Standort wird von Seiten der Stadt, von Familie Weber und auch von den jetzigen "Manhattan"-Betreibern für möglich gehalten.
Rossmeissl stellt fest: "Unser primäres Interesse ist der Erhalt eines qualitativ hochwertigen Programmkinos in Erlangen, das zugleich Partner für Veranstaltungen der Stadt ist. Die jetzigen Betreiber des ,Manhattan‘ haben sich in beiden Bereichen als ausgezeichnete Veranstalter und Partner erwiesen. Ich sehe keinen Grund, diese Partnerschaft nicht fortzuführen."
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