Höchstadt a. d. Aisch
Hitzeschlacht

Spix-Mittelschüler müssen schwitzen

In der Prüfung zur mittleren Reife stand am Donnerstag in der Höchstadter Aischtalhalle für 92 Kandidaten Mathe auf dem Plan.
Artikel drucken Artikel einbetten
92 Mittelschüler brüteten in der Höchstadter Aischtalhalle über den Mathe-Aufgaben für die mittlere Reife. Foto: Andreas Dorsch
92 Mittelschüler brüteten in der Höchstadter Aischtalhalle über den Mathe-Aufgaben für die mittlere Reife. Foto: Andreas Dorsch
+2 Bilder
Der bisher heißeste Tag das Jahres war für Donnerstag angekündigt. Der Terminplan für die Abschlussprüfungen an Bayerns Mittelschulen nahm darauf aber keine Rücksicht und so hatten in der Höchstadter Aischtalhalle die 92 Prüflinge nicht nur mit linearen Funktionen, Parabeln und Wahrscheinlichkeiten zu kämpfen, sondern auch mit der Hitze.

Nach Deutsch am Dienstag, Englisch am Mittwoch, stand am Donnerstag für die Zehntklässler der Spix-Mittelschule bei der Abschlussprüfung zur mittleren Reife Mathematik auf dem Programm. Die jungen Menschen kämpften sich durch die zentral gestellten Aufgaben. "Es war zu schaffen", war das Urteil der ersten Prüflinge, die schon 30 Minuten vor Abgabeschluss die Sporthalle verließen.

Für Daniel war es "leichter als erwartet - die leichteste Mathe-Probe, die ich je geschrieben habe". Dem konnte sich Michael - der jetzt eine Lehre bei Elektro Gossler in Diespeck anfängt - mit einem "nur wenn man es kann" anschließen. Fabian, der eine Lehrstelle bei Schaeffler hat, gab auch vorzeitig ab und verriet dem FT, dass er "nicht ganz alles" hat, aber auch nichts mehr wusste. Nico möchte an die Fachoberschule und gestand ein, dass Mathe zwar nicht sein Fach sei, er mit der Formelsammlung aber einiges machen konnte.

Rektor Michael Ulbrich ist stolz auf seine Mittelschüler: "Die Hälfte von ihnen schafft die mittlere Reife". Die liege auf dem gleichen Niveau wie der Abschluss an der Realschule.

Insgesamt werden in diesem Sommer 150 junge Menschen die Spix-Mittelschule in Höchstadt verlassen. Sie hatten die Auswahl zwischen drei verschiedenen Abschlüssen. "Wir bieten die passgenau für jeden Schüler", sagt der Rektor.

Da gibt es einmal mit Bestehen der 9. Klasse den erfolgreichen Abschluss der Mittelschule. Für alle, die sich nach der 9. Klasse einer besonderen Leistungsprüfung stellen wollen, bietet sich der Quali an. An dieser Prüfung kann man teilnehmen, muss aber nicht. In Höchstadt haben sich heuer 103 Schüler für den Quali entschieden.

Für die Schüler der 10. Jahrgangsstufe steht am Ende die Prüfung zur mittleren Reife. Wie Kultusminister Ludwig Spaenle dieser Tage in einer Pressemitteilung verlauten ließ, könne diese Grundlage für eine duale Ausbildung sein oder zum Besuch einer Fachoberschule berechtigen. Spaenle: "Die Mittelschule öffnet jungen Menschen vielfältige Perspektiven für ihre weitere berufliche und schulische Laufbahn."

Diese Aussage des Ministers kann Höchstadts Rektor Michael Ulbrich nur unterstreichen. "Jeder Schüler soll versorgt sein", ist Ulbrichs Devise, "wir wissen auch von jedem Schüler, wie es weiter geht." Die Aussichten für die jungen Leute, die demnächst die Spix-Mittelschule in Höchstadt verlassen, bezeichnet Ulbrich als exzellent. "Die Mittelschulabgänger mit mittlerer Reife bekommen fast alle ihren Wunschberuf." Überhaupt würden heute alle Schüler nachgefragt. Aus der 10. Klasse beginnen die meisten eine Ausbildung, einige möchten an der Fachoberschule weiter machen und ab und zu gibt es auch einzelne, die in die Übergangsklasse ans Gymnasium wechseln.

Mit den unterschiedlichen Abschlussmöglichkeiten an der Mittelschule sind auch die Lehrer gefordert. "Wir haben den längsten Prüfungszeitraum von allen Schulen", stellt Ulbrich fest. Seit 24. März laufen die Prüfungen, am 10. Juli werden die Noten bekanntgegeben.
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren