Adelsdorf

Spatenstich am Adelsdorfer Schulsportplatz

Auf dem Schulsportplatz in Adelsdorf rollen bald die Bagger an. Die VR-Bank, die das Gelände gekauft hat, wird auch Miets- und Eigentumswohnungen bauen.
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Spatenstich auf dem Schulsportplatz in Adelsdorf: Johannes Hofmann und Hans-Peter Lechner vom Vorstand der VR-Bank zusammen mit Adelsdorfs Bürgermeistern Jutta Köhler und Karsten Fischkal.  Foto: Christian Bauriedel
Spatenstich auf dem Schulsportplatz in Adelsdorf: Johannes Hofmann und Hans-Peter Lechner vom Vorstand der VR-Bank zusammen mit Adelsdorfs Bürgermeistern Jutta Köhler und Karsten Fischkal. Foto: Christian Bauriedel
Adelsdorfs Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) dürfte den Spaten mit einiger Erleichterung in den Sand des alten Schulsportplatzes gestochen haben. Schließlich war der Verkauf des Geländes in der Gemeinde nicht unumstritten gewesen. Erst ein Bürgerentscheid musste her, um grünes Licht für ein neues Baugebiet anstelle der alten Sportstätte zu geben.

Zum obligatorischen Spatenstich traf sich am Montag Fischkal vor Ort mit der Zweiten Bürgermeisterin Jutta Köhler (Fraktion Funke/Köhler) und Vertretern des neuen Eigentümers, der VR-Bank Erlangen, Höchstadt, Herzogenaurach.

"Wir befinden uns noch in der Erschließungsphase", sagt Hans-Peter Lechner, Vorstandsmitglied der VR-Bank. Mitte April werden die ersten Bagger für den Tiefbau anrollen. "Mitte 2017 sind die ersten Häuser fertig."
27 Grundstücke werden auf dem Areal zum Verkauf angeboten werden. Jeweils zwischen 515 und 745 Quadratmeter groß. Das sei ein erkennbarer Unterschied zum Wohngebiet Reuthsee, wo die Parzellen zum größten Teil wesentlich kleiner sind, sagt Johannes Hofmann vom VR-Vorstand. Fischkal betont, dass es genau um diese Mischung gehe: erschwinglicher Wohnungsbau hier, großzügigere Gebiete dort.


Keine Reihenhäuser

Auf dem alten Schulsportplatz werde es ausschließlich Einfamilienhäuser geben, keine Reihenhäuser und keine Doppelhaushälften, sagt Lechner. Das sei der Gemeinde wichtig gewesen. Der Charakter des angrenzenden Wohngebietes Läusberg solle erhalten bleiben, so Fischkal. Die 28 Parzellen werden direkt an die Häuslebauer verkauft. Welche Preise verlangt werden sollen, das könne man aktuell noch nicht sagen, sagt Lechner von der VR-Bank. "Wir müssen erst die genaue Berechnung der Erschließungskosten abwarten."

Fischkal erklärt, dass es einen städtebaulichen Vertrag gibt, in dem genau geregelt sei, wie die Straßen gebaut und die Rohre verlegt werden müssen. Nachdem die VR-Bank als Bauherr dies umgesetzt hat, können die Straßen dann an die Kommune übergeben werden. "Die Ringstraße wird den Charakter der ehemaligen Tartanbahn aufgreifen", sagt Fischkal mit Blick auf den Lageplan.


Wohnanlage mit 24 Apartments

Ausnahme bei der Regel, ausschließlich Einfamilienhäuser zuzulassen, seien zwei Objekte, die direkt von der VR-Bank gebaut werden. Dabei handelt es sich laut Lechner um zwei Gebäude mit 24 Eigentumswohnungen. Bis Anfang 2018 entstehen diese auf 3400 Quadratmetern auf der Seite zum Soldan-Gelände hin.

Das gesamte Wohngebiet hat 24 000 Quadratmeter. Zwölf der 24 Wohnungen werden verkauft, zwölf will die VR-Bank vermieten. Teil des Wohnkomplexes werden 17 oberirdische Parkplätze sowie eine Tiefgarage mit 30 Stellplätzen, sagt Lechner. Auch hier sei man auf die Wünsche der Gemeinde eingegangen, die barrierefreie Parkplätze gefordert habe. Deshalb soll es einen Aufzug zur Tiefgarage geben. Rund 2,5 Millionen Euro investiere die VR-Bank, sagt Hofmann.

Erinnert man sich an den Bürgerentscheid, so wurde damals auch über die Möglichkeiten, in Adelsdorf Sport zu treiben, diskutiert. Fischkal betont, dass sich nicht nur bei der Entlastung des Wohnungsmarkts etwas tue. Bald werde die Sanierung der 100-Meter-Bahn an der Grundschule beginnen. Zudem werde die Weitsprunganlage erneuert sowie ein Verkehrsübungsplatz für Fahrräder geschaffen.

Schließlich war der Bürgerentscheid ja auch ein Deal: Ja zum Wohngebiet auf dem alten Sportplatz, dafür aber auch eine Verbesserung der Sportmöglichkeiten an der Grundschule.

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