Herzogenaurach
Open Air

Sommernacht verzaubert Herzogenaurach in Dur und moll

Die Musiker der Stadtjugendkapelle und der Bläserphilharmonie trafen mit einer anspruchsvollen wie ungewöhnlichen Auswahl der Musikstücke voll den Geschmack des Herzogenauracher Publikums.
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DAs Open-Air-Konzert der Herzogenauracher Bläser begeisterte das Publikum mit Beiträgen auf gewohnt exzellentem Niveau. Fotos: Richard Sänger
DAs Open-Air-Konzert der Herzogenauracher Bläser begeisterte das Publikum mit Beiträgen auf gewohnt exzellentem Niveau. Fotos: Richard Sänger
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Der Wettergott scheint Herzogenaurach zu mögen, stand doch das Open-Air-Konzert der Stadtjugendkapelle auf der Kippe. Aber Petrus hatte ein Einsehen und der Dienstagabend ging über in einen schönen Sommerabend: Die Herzogenauracher konnten Blasmusik im Freien genießen.

Konzertveranstaltungen unter freiem Himmel in gediegener Atmosphäre erfreuen sich großer Beliebtheit. Da folgten die Liebhaber der Blasmusik dem Aufruf der Stadtjugendkapelle, brachten Decken, Getränke und ihre Brotzeit mit und ließen sich gern vom Klang der Musik verzaubern.


Gemütlich auf dem Rasen

Ob es das Nachwuchsorchester, geleitet von Andrea Kürten, oder Norbert Engelmann mit der Bläserphilharmonie war, der Abend hatte für jeden Geschmack etwas zu bieten. Wie erhofft, spielte das Wetter mit, und die Konzertgäste machten es sich auf dem Rasen gemütlich, auch Bürgermeister German Hacker und seine Frau Uta transportieren ihre Gartenstühle mit dem Fahrradanhänger zum Musikerheim.

"Es ist immer eine schöne Gelegenheit, kurz vor Ferienbeginn dieses Konzert zu veranstalten, bei dem die Musikerinnen und Musiker ihr Lieblingsstücke vorstellen."


Populäre Rhythmen

Das Jugendorchester präsentierte mit "Roar" ein Stück aus dem vierten Album von Katy Perry und natürlich durfte auch ein rockiges Stück nicht fehlen. Das nur wenige Zuhörer den "Cupsong" kannten, machte nichts: Die Jugendlichen machten es vor, ein bestimmter Rhythmus, der bei den jungen Leuten derzeit sehr populär ist.
Auch Kommunikation ist bei jungen Menschen schon alltäglich, und das Orchester wusste mit "Call me maybe" von Carly Rae Jepsen zu begeistern.

Mit "Happy" von Pharell Williams wollten die Musikerinnen und Musiker den Besuchern ein Lächeln ins Gesicht zaubern, was auch mühelos gelang. Mit den zwei Zugaben "Rolling in the Deep" und "Viva la Vida", verabschiedete sich das Jugendorchester unter viel Applaus und machte Platz für die Bläserphilharmonie.

"Wir beginnen heute etwas außergewöhnlich" kündigte Norbert Engelmann den Konzertmarsch "Arsenal" an, den Van der Roost zum 50. Jubiläum des Blasorchesters des belgischen Eisenbahnarsenals komponierte. Natürlich durfte das bei den Musikern beliebte Stück "Oregon" nicht fehlen, aber auch "Batmann" und "Sir Duke" waren zu hören. Eine Reihe von Titeln sagte dem Publikum wenig, aber mit umso mehr Eifer waren die Musiker zugange bei diesen eigenen Lieblingsstücken. "Ich weiß nicht: Michael Jackson und Blasorchester. Aber hören Sie selbst", kündigte Engelmann ein Stück an. Dem Applaus nach schien es zu gefallen.

Mit dem Medley von "Bugs Bunny and Friends" ging der schöne Abend zu Ende. Ausbilder und Musiker verabschiedeten sich in die Ferien. Nicht alle, denn zum Mittelalterfest sucht die Stadtjugendkapelle noch Mitstreiter beim Getränkeausschank.

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