Höchstadt
Konzert

Sängerinnen unterhalten in Höchstadt mit Musicalmelodien

Christine Belkaied und Laura Baxter sangen in der Fortuna Kulturfabrik Stücke aus bekannten Musicals. Ungewöhnlich, aber effektvoll war die Begleitung durch Live-Musik.
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Christine Belkaied (l.) und Laura Baxter waren immer passend zum jeweiligen Lied gekleidet. Foto: Pauline Lindner
Christine Belkaied (l.) und Laura Baxter waren immer passend zum jeweiligen Lied gekleidet. Foto: Pauline Lindner
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17 Uhr ist in "merry old England" die Zeit, eine Tasse Tee zu zelebrieren. Daran erinnerte am Sonntagnachmittag die Fortuna Kulturfabrik, weil "pro musica" zur Musicalstunde geladen und den Saal mit Tischen und Stühlen ausgestattet hatte.
Und das Programm passte auch dazu, griffen doch die Sängerinnen Christine Belkaied (Sopran) und Laura Baxter (Mezzosopran) tief in den Schatz der längst weltweit liebgewonnenen Musicalmelodien. Eliza Doolittle, Dr. Jekyll, Kaiserin Elisabeth und der Märchenkönig Ludwig - alles Persönlichkeiten des Musicalreichs, die sich man ohne Weiteres um diese Tageszeit am Teetisch versammelt vorstellen kann.
Die intime Atmosphäre wurde verstärkt durch die Live-Musik. Ist es doch sonst gerade bei Musical-Abenden üblich, die Melodien "aus der Dose" einzuspielen und nur die Sänger mit viel Show-Effekt singen zu lassen.
Das Hauptgewicht lag dabei am Klavier, das sich Georg Schlee und Klaus-Dieter Stolper teilten. Die weiteren Klangfarben setze sparsam, aber sorgfältig platziert ein kleines Kammerensemble: Claudia Schulten-Kuth mit der Flöte, Gesa Kessler an der Violine, der Klarinettist Alexander Krisch, Ariane Dammann-Ranger am Saxophon und Bassistin Lisa Köberlein.
Gershwins Summertime, eines der bekanntesten Wiegenlieder der Musikliteratur, was wäre es ohne den swingenden Unterton des Saxophons? Das Instrument und die Stimme von Belkaied machten den Blick auf "Porgy and Bess", die erste amerikanische Oper, die Rassismus zum Thema hat, lebendig und überzeugend.
"Frauenpower" war nach Stolper das Auswahlkriterium für die Lieder des Abends, einmal schon durch die Stimmen der Sängerinnen, zum anderen durch das gewählte Repertoire für eine oder eben zwei Frauenstimmen. Starke Frauen, auch wenn es sich wie bei dem Auszug aus "Chess", dem Musical der Abba-Sänger Björn Anderson und Björn Ulvaeus, oder bei "Jekyll and Hyde" um jeweils zwei um einen Mann rivalisierende Frauen handelt.

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