Erlangen
Entführung

SMS löst Großfahndung aus: Mutmaßlicher Entführer auf A3 bei Erlangen gestellt

Filmreifer Auftritt der Polizei Erlangen: Mit gezogener Waffe stellten sie einen mutmaßlichen Entführer - um am Ende ein Missverständnis aufzuklären.
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Die Erlanger Verkehrspolizei nahm gestern Nachmittag filmreif mit gezogenen Waffen einen mutmaßlichen Entführer fest. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Die Erlanger Verkehrspolizei nahm gestern Nachmittag filmreif mit gezogenen Waffen einen mutmaßlichen Entführer fest. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Die Erlanger Verkehrspolizei nahm gestern Nachmittag filmreif mit gezogenen Waffen einen mutmaßlichen Entführer fest. Ausgelöst wurde die Fahndungsmaschinerie durch eine SMS, die eine 25-jährige Rheinländerin ihrer Freundin gesandt hatte.

Gestern Vormittag fuhr der getrennt lebende Ehemann nach Köln, traf seine Frau und vereinbarte mir ihr, sich aussprechen zu wollen. Als er allerdings nicht zu ihrer Wohnung im Kreis Köln fuhr, sondern auf die Autobahn einbog, um in seine Bayerische Heimat zu fahren, kam es zur Unstimmigkeit, die wiederum zur besagten SMS führte.

SMS löst Großfahndung aus


Die aufgeregte Freundin wandte sich an die Polizei, die von einer Entführung ausgehen musste und eine Großfahndung auslöste. Eine Streife der Erlanger Verkehrspolizei machte das gesuchte Auto auf der A 3, zwischen Frauenaurach und Tennenlohe aus und stoppte den Wagen in einem Autobahnparkplatz. Dort wurde der Ehemann festgenommen und die Frau in amtliche Obhut genommen.

Im Rahmen der Anzeigenaufnahme stellte sich allerdings heraus, dass die "Kartoffel weniger heiß war", als angenommen. Genaugenommen war sie sogar "kalt", denn die Frau gab zu, dass sie freiwillig im Auto ihres Noch-Ehemannes mitgefahren war und nicht entführt worden sei. Warum sie den Hilferuf gesandt hatte, wollte sie nicht angeben. Nachdem die vermutete Entführung nicht stattgefunden hatte, wurden beide Personen entlassen.

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