Höchstadt
Schüleraustausch

Russland beeindruckt Höchstadter Schüler

Höchstadter Gymnasiasten sammelten in der Partnerstadt Krasnogorsk und dem nahen Moskau viele Eindrücke. Die Kirchen und Klöster sind bunter als in Deutschland und die Staus länger.
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Das Gum ist ein riesiges Kaufhaus in Moskau. Fotos: privat
Das Gum ist ein riesiges Kaufhaus in Moskau. Fotos: privat
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Nicht der Kreml, nicht die prunkvoll ausgestatteten orthodoxen Klöster und auch nicht die Weite des Landes haben die Höchstadter Gymnasiasten mit am meisten beeindruckt, als sie vor Kurzem einige Tage in Russland verbracht haben, sondern ein Stau. Allerdings nicht irgendein Stau, sondern der längste der Welt, der zu dieser Zeit aus dem Verkehrschaos in und um Moskau entstanden war. Das schreiben Jana Belzer und Madleen Grohganz in einem Bericht über den Schüleraustausch.
Weil sich die Gymnasiasten aus diesem Grund in den nächsten Tagen vorzugsweise mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bahn und Metro fortbewegten, hatten sie ausreichend Gelegenheit, die prunkvoll gestalteten U-Bahn Stationen, die aus der Sowjetzeit stammenden "unterirdischen Paläste" Moskaus zu bewundern.
Der erste Ausflug aus der Höchstadter Partnerstadt Krasnogorsk nach Moskau führte sowohl ins Zentrum der Stadt mit den bekanntesten Sehenswürdigkeiten
wie dem Roten Platz, der Basilius- und Christ-Erlöser-Kathedrale und dem riesigen Warenhaus Gum als auch in weniger bekannte und von Touristen nicht sehr frequentierte Bereiche, in denen viele Deutsche gelebt und ihre Spuren hinterlassen haben.
Die Höchstadter lernten auch den Bürgermeister von Krasnogorsk kennen, der betonte, wie wichtig der Austausch zwischen Höchstadt und Krasnogorsk für alle Beteiligten ist. Es sei jedes Jahr aufs Neue eine Freude, mithilfe des Schüleraustauschs die Städtefreundschaft zu vertiefen. Im Anschluss besichtigten die Höchstadter das Antifaschismus- und ein privates Verkehrsmuseum der Stadt und ließen den Tag entspannt in einem der unzähligen wunderschönen Parks Krasnogorsks ausklingen.
Einen weiteren Höhepunkt stellte der Besuch des Neujung-frauenklosters dar, in das zahlreiche ehemalige Zaren ihre unliebsamen Frauen und Schwestern verbannen ließen. Um dieses besichtigen zu dürfen, mussten sich die weiblichen Besucher mit Tüchern verschleiern, was zu einem farbenfrohen Anblick führte, der jedoch bei weitem nicht mit den dekorierten Wänden des Klosters mithalten konnte. Den Tag rundete ein Besuch im Moskauer Planetarium mit angeschlossenem Museum ab.
Bei der Besichtigung eines Kremlnachbaus aus dem 17. Jahrhundert fühlten sich die Gäste aus Mittelfranken ein bisschen wie in Disneyland, berichten Jana und Madleen, erhielten aber auch reichhaltige Informationen über das Leben im damaligen Russland unter der Herrschaft der Zaren und konnten sich ein Stück weit in die russischen Kultur hineinversetzen. Zum Abschluss wurde auch der echte Kreml besucht, und zum russischen Werk des Schulpartners Martin Bauer machten die Höchstadter ebenfalls noch einen Abstecher, bevor sie wieder nach Hause flogen.
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