Gremsdorf
Botanik

Rosen erobern einen Garten

Fast 100 verschiedene Arten von Rosen gedeihen in einem Privatgarten in Gremsdorf, die in der Blütezeit ihre Pracht entfalten.
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Foto: Tina Meier
Foto: Tina Meier
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Sie schmücken sich in farbenfrohe Gewänder, tragen majestätische Namen wie Königin Elisabeth oder Lichtkönigin Lucia und ruhen auf einem grünen Dornenthron. Von dort aus überblicken sie ihre Heimat, einen Garten in Gremsdorf, der jeden Sommer in vielen verschiedenen Farben und Formen aufblüht.

Doch der eigentliche Herrscher heißt Roland Stadler. Er hat sein Reich in den letzten 35 Jahren Stück für Stück angelegt. Dabei haben es ihm die Rosen besonders angetan, egal ob Strauch-, Edel-, Kletter- oder Duftrosen. Für jede von ihnen findet er den passenden Platz und probiert auch gerne neue und außergewöhnlichere Arten aus, die zum Beispiel grün, bläulich und lila blühen oder mehrere Farben in sich kombinieren.

Stadler investiert viel Zeit und Mühe in die Pflege seiner Rosen. "Es gibt wohl keine Pflanze, die mehr Arbeit macht", sagt er und erklärt, dass er Pflanzen im Frühjahr zurückschneidet und das alte Holz herausholt. Anschließend werden sie gedüngt und gegossen, bis die Rosen im Juni ihre Hauptblüte erreichen. "Das ist dann der Lohn für die ganze Arbeit", berichtet Stadler, der sich am liebsten in einer schattigen Laube ausruht, die ihn rundherum in seinen Garten blicken lässt.

Wenn die ersten Rosen verblühen, ist er bis zu sieben Stunden täglich mit seiner Schere unterwegs und schneidet die verdorrten Blüten ab, bevor sich Hagebutten bilden. So können die Pflanzen mit einer zweiten Portion Dünger ihre Kräfte für die zweite Blüte sammeln, die sechs Wochen später beginnt.


Hühner und Enten

"Aber es gibt immer etwas zu tun und ich bin eigentlich das ganze Jahr draußen, wenn es geht", berichtet Stadler, der früher im Garten- und Landschaftsbau gearbeitet hat und seine Ideen immer wieder in neue Beete umsetzt, die er mit Steinreihen und selbst gezogenen Buchsbäumchen einrahmt. Inmitten der Rosen fühlen sich auch die schwarz-weißen Sebright-Hühner wohl, wenn sie durch den Garten streifen.

Weitere tierische Bewohner kann man am besten von einer Bank am Ufer des Gartenteichs beobachten. Besonders die Männchen der Schwarzkopfruderenten sind ein wahrer Blickfang, wenn sie ihr Prachtgefieder mit einem auffälligen hellblauen Schnabel krönen.

Auch Agnes Stadler profitiert von der Leidenschaft ihres Sohnes und genießt gerne den blühenden und duftenden Garten. "Da braucht man gar keinen Urlaub", schwärmt sie und setzt sich in den Schatten eines üppig blühenden Rosenbogens.


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