Münchaurach

Roland Lehner ist der neue Diakon in Münchaurach

Roland Lehner wurde als neuer Diakon der Kirchengemeinden Aurachtal und Oberreichenbach in der Klosterkirche in Münchaurach in sein neues Amt eingeführt. Der Familienvater freut sich auf die persönliche Begegnung.
Artikel drucken Artikel einbetten
Bei der Segnung des Diakons (von rechts): Pfarrer Oliver Schürrle, Diakon Günter Tischer, Diakon Roland Lehner und Kirchenvorstand Richard Schnappauf  Foto: Richard Sänger
Bei der Segnung des Diakons (von rechts): Pfarrer Oliver Schürrle, Diakon Günter Tischer, Diakon Roland Lehner und Kirchenvorstand Richard Schnappauf Foto: Richard Sänger
+11 Bilder
Mit einem festlichen Gottesdienst am dritten Adventssonntag, begleitet vom Kirchenchor, ist Roland Lehner als neuer Diakon der Kirchengemeinden Aurachtal und Oberreichenbach in der Klosterkirche in Münchaurach in sein neues Amt eingeführt worden. Den festlichen Gottesdienst gestalteten der Herzogenauracher Pfarrer und stellvertretende Dekan, Oliver Schürrle, sowie Günter Tischer von der Rummelsberger Bruderschaft, der auch der neue Diakon angehört.

Zum Festgottesdienst konnte Pfarrer Peter Söder auch die Familie des neuen Diakons und Bürgermeister Klaus Schumann sowie die Mitglieder des Kirchenvorstandes begrüßen.

In seiner Ansprache nahm Günter Tischer Bezug auf die Aufgaben des Diakons. Das Amt des Diakons in der Kirche sei eines der ältesten, das Wort Diakon bedeute übersetzt Diener.
So bedeute die kirchliche Jugendarbeit, eine der Aufgaben des Diakons in Aurachtal und Oberreichenbach, das Erlebnis christlichen Glaubens in jugendgemäßer Form zu vermitteln. Jugendarbeit sei ein Eckpfeiler der Gemeinden und erfordere Einfühlungsvermögen, Ideen und das Eingehen auf die Bedürfnisse der Jugendlichen.


In Rummelsberg ausgebildet

Diakon Günter Tischer von der Rummelsberger Brüderschaft traut dem von dort entsandten Diakon genau dies alles zu.

Diakon Lehner trat seinen Dienst am 1. Dezember an und wurde damit Nachfolger von Sonja Müller. Der Diakon trat eine halbe Stelle an, die die Kirchengemeinden Aurachtal und Oberreichenbach zur Hälfte selbst finanzieren, da von der Landeskirche nur eine Viertelstelle zugeteilt wurde.

Lehner absolvierte seine Ausbildung in Rummelsberg bei Schwarzenbruck. Aufgewachsen ist er auf einem Bauernhof in Schönberg, einem 1200-Seelendorf im Stadtgebiet von Lauf an der Pegnitz. Da die Landwirtschaft als Existenzgrundlage zu klein war, erlernte Lehner zunächst den Beruf des Feingeräteelektronikers und studierte anschließend Elektrotechnik an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen. Parallel dazu engagierte sich Lehner in der Kirchengemeinde, spielte im Posaunenchor und war in der Landjugend sowie später in der Jugendarbeit in Lauf aktiv.

"Mein Glaube an Jesus Christus und mein kirchliches Engagement führten mich schließlich in den vollzeitlichen kirchlichen Dienst und ich wurde am 22. Oktober 1995 zum Diakon eingesegnet", beschreibt Lehner seinen Wechsel zur Kirche.


Jugendreferent

Seine erste Dienststelle war in München/Soll und anschließend war er in Neustadt an der Aisch tätig, zunächst in der Kinder- und Jugendarbeit der Kirchengemeinde und dann als Jugendreferent im Dekanatsbezirk.
In seiner langjährigen Tätigkeit führte er über 30 Konfirmandenfreizeiten durch und beinahe so viele Ferienfreizeiten für Kinder und Jugendliche im In- und Ausland. Als Hobbymusiker war er auch für die Bandarbeit zuständig und organisierte viele Veranstaltungen, Gottesdienste und Fortbildungen. Lehner begleitete zahlreiche Gruppen und Kreise, bildete Jugendmitarbeiter aus und führte verschiedene erlebnispädagogische Einheiten im Konfirmandenunterricht durch.

Zu den Hobbys des verheirateten Familienvaters mit drei Kindern gehören neben der Musik Kanu- und Kajakfahren, Motorradfahren, Reisen sowie die Arbeit im Wald des Hofes seiner Eltern. "Mein Beruf als Diakon macht mir viel Spaß. Ich bin gerne mit Kindern und Jugendlichen unterwegs und arbeite gerne mit Menschen. Ich freue mich auf die neuen Aufgaben in Aurachtal und auf eine persönliche Begegnung", sagt der neue Diakon.
Nach seiner Einführung hielt Roland Lehner auch seine erste Predigt in der Klosterkirche und nahm die Stadt Korinth, Hauptstadt der römischen Provinz Achaia, zum Inhalt. Die Stadt Korinth ist für die Ausbreitung des Christentums von grundlegender Bedeutung. Der erste Korintherbrief ist Teil einer längeren Korrespondenz, die Paulus mit der Gemeinde in Korinth geführt hat. "Die Themen von Korinth führen uns eine lebendige Gemeinde vor Augen, die mit einer Reihe von Problemen zu kämpfen hat", erklärte Lehner.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren