Röttenbach

Röttenbachs Rathaus in Narrenhand

Auf den letzten Drücker musste sich Bürgermeister Harald Rotschka geschlagen geben. Sein Wetteinsatz bei der Schlüsselübergabe: Er bedient den Elferrat.
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Der Rathausschlüssel ist erobert. Hemhofen wird in der fünften Jahreszeit von den Narren regiert.
Der Rathausschlüssel ist erobert. Hemhofen wird in der fünften Jahreszeit von den Narren regiert.
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Die Schlüsselübergabe an die Besenbinder zu Beginn der fünften Jahreszeit ist in Röttenbach Usus. Bürgermeister Ludwig Wahl hat sich schon diversen Aufgaben stellen müssen und sie mit mehr oder weniger Bravour gemeistert.

Doch heuer ist der Gemeindechef in Urlaub und seinem Stellvertreter Harald Rotschka oblag es, die Schlüssel zum Rathaus zu verteidigen. Allerdings hatte er weder Waffen wie einst Hans Mitschke, noch Betonklötze, an die der Schlüssel geschmiedet war. Ihm blieben nur Wort und List. Und die Videobotschaft, die der Amtsinhaber aus seinem Urlaubsdomizil in Thailand geschickt hatte.

Doch leider verfing Rotschkas Einladung zum Imbiss bei KCR-Präsident Thorsten Ott nicht. Er musste sich einem Rätsel stellen. Elf Haustüren zu öffentlich zugänglichen Gebäuden hatte der Elferrat mitgebracht, als Foto natürlich. Dem Bürgermeisterstellvertreter blieb die Wahl, mit welchen sechs Zahlen er sein Glück versuchen wollte.

Der Wetteinsatz des KCR: Schafft das Rotschka, wiederholen sie die Sammelaktion zugunsten der Laufer Mühle. Verliert Rotschka, muss er mit Unterstützung Ludwig Wahls und - wie sich nachher gleich ergab - mit der von Hans Götz, dem Dritten Bürgermeister - den Elferrat bei seinem Weißwurstessen bedienen.

"Nummer acht", wählte Rotschka: Die Tür kam ihm bekannt vor, aber nicht, wo sie eingebaut ist. Er ließ sie zur Seite legen. "Nummer fünf". Da war er sich ziemlich sicher: "Das alte Rathaus." Ott drehte die Lösung um. Es passte. Bei Bild Nummer drei gab der Elferrat gleich eine Hilfestellung, dass die Mitglieder die Tür bestimmt schon passiert hätten, Rotschka wohl seltener. Klar, es war die vom Vereinsheim.


Geschlagen

Dann ging es Schlag auf Schlag: die eigene Haustür, die Kirchentür von St. Mauritius. Jetzt fehlte nur noch eine Lösung, eben die vertrackte Acht. Doch mit aller Hilfestellung. Rotschka erkannte sie nicht.

"Ich gebe mich geschlagen", räumte er auch ein und wiederholte seine Einladung. Und: Vorsicht urlaubender Bürgermeister! "Ich hoffe, Ludwig ist nächstes Jahr wieder in Urlaub." Ob das damit zusammenhängt, dass der Vize als Erster den neuen Karnevalsorden mit dem großen goldenen Löffel umgehängt bekommen hatte? Mit Küsschen, versteht sich.
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