Herzogenaurach

Richtfest am Fachmarktzentrum in den Klingenwiesen

Auf dem Areal an der Erlanger Straße wurde Richtfest gefeiert. Schon 2007 hab es die ersten Gespräche, sagte Projektentwickler Schimek.
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Richtfest am zentralen Bau des neuen Fachmarktzentrums in den Herzogenauracher Klingenwiesen. Wo einst der Obi-Baumarkt war, werden das Novina-Hotel und ein E-Center eröffnen.  Fotos: Bernhard Panzer
Richtfest am zentralen Bau des neuen Fachmarktzentrums in den Herzogenauracher Klingenwiesen. Wo einst der Obi-Baumarkt war, werden das Novina-Hotel und ein E-Center eröffnen. Fotos: Bernhard Panzer
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Für Hermann Schimek ist das Fachmärktezentum in den Klingenwiesen an der Erlanger Straße in mehrfacher Hinsicht ein außergewöhnliches Projekt. Schon allein die lange Entstehungszeit sei nicht üblich, sagte der Projektentwickler am Mittwoch beim Richtfest. Denn bereits 2007 seien die ersten Gespräche geführt worden. Seit er dann im Juni 2013 die Pläne im Herzogenauracher Planungsausschuss vorgestellt habe, sei alles exakt nach Plan gelaufen. Eins zu eins seien die Entwürfe bis dato umgesetzt worden, das Großprojekt liege zu hundert Prozent im Zeitplan.

Zur Mittagszeit versammelten sich gestern Investoren, Planer und Projektentwickler sowie Kommunalpolitiker und künftige Mieter auf dem Gelände des ehemaligen Obi-Baumarkts. Dort erinnert inzwischen nichts mehr an das ehemalige Gebäude, auch wenn das Untergeschoss erhalten blieb und weiter genutzt werden kann. Aber oben drauf gesattelt ist ein großer Betonaufbau - das künftige Zuhause eines Hotels mit mehr als hundert Betten.


Eröffnung im Herbst

Im Herbst sollen in dem Märktezentrum die ersten Anbieter öffnen. Das große E-Center mit 2500 Quadratmetern Fläche eröffnet demnach im Spätherbst, weiter vorne sind Norma und Rossmann gelegen, die schon Anfang Oktober vorlegen sollen. So sehen es die Vorstellungen der Entwickler und Investoren.

Thomas von Einem ist Leiter der Niederlassung Nürnberg der Investorgesellschaft Centerscape. Er äußerte sich "glücklich, in und für die Region investieren zu können." Das sei nur deshalb möglich, weil sich mit Schimek ein Partner gefunden habe, der für das Großprojekt ein "investierbares und finanzierbares Konzept" entwickelt habe.

Für Hermann Schimek sei das eine "Herzensangelegenheit" geworden, wie der Verwaltungswirt ausdrückte. Mehrfach betonte der Emskirchener, wie außergewöhnlich sich dieses Vorhaben im Lauf der Jahre entwickelte. Schon 2007 sei er angesprochen worden, ob man denn mit dem Areal an der Erlanger Straße in Herzogenaurach nicht etwas anfangen könne.


Große Lösung, viele Gespräche

Dann habe er mit Thomas Schulz von der Edeka den ersten möglichen Partner an Land gezogen. Aber dennoch sei das einstige Obi-Areal zu klein gewesen. Es brauchte mehr, also die gesamte Fläche der Klingenwiesen, einschließlich der alten Norma und des früheren Haberzettl-Geschäfts. Insgesamt verfügt das Fachmarktenzntrum jetzt über eine Fläche von 18 000 Quadratmetern.

Diese Entscheidung erforderte aber langwierige Verhandlungen. Von 2008 bis 2013 zog sich das hin, erläuterte Hermann Schimek, der bei dem Vorhaben durch seinen Sohn Markus unterstützt wurde.

Aber dann ging es Schlag auf Schlag. Seither habe er mit Herzogenaurach "die allerbesten Erfahrungen" gemacht. Noch nie erlebt hätte er bis dahin beispielsweise, wie schnell er seinen Termin beim Bürgermeister bekam. Der habe nur gefragt, ob es ihm eilig sei, und eine halbe Stunde saß Schimek zur Besprechung im Rathaus. Das war am 2. Mai 2013. Außergewöhnlich freundlich und entgegenkommend seien auch die Mitglieder des Planungsausschusses gewesen, denen er bereits am 16. Juni die Pläne vorstellen durfte.

Heute könne er sagen, dass die Pläne von damals eins zu eins umgesetzt würden. Alles sei zu hundert Prozent eingetreten.


Reaktiviertes Zentrum

Bürgermeister German Hacker (SPD) gab zu: "Wir haben uns die Augen gerieben". Schließlich gab es jahrelang immer wieder die Frage, was denn eigentlich beim Obi passiere. Auch bevor Schimek kam, habe es diesbezüglich schon Überlegungen gegeben, sagte Hacker. Aber erst dieses Konzept eines "reaktivierten Zentrums" über das gesamte Areal hinweg hätte gegriffen. "Das war der Schlüssel zum Erfolg", so Hacker.

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