Erlangen
Bergkirchweih

Rettungsinseln und Gitterzäune: Das ist 2016 anders auf der Bergkirchweih

Die Bergkirchweih in Erlangen wartet 2016 mit einigen Veränderungen auf. Unter anderem werden die Keller mit Zäunen gesichert.
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Die Vorbereitungen für den Berg laufen. Foto: Nikolas Pelke
Die Vorbereitungen für den Berg laufen. Foto: Nikolas Pelke
Stammgäste der Erlanger Bergkirchweih werden sich an diesen Anblick wohl erst gewöhnen müssen: Aus Sicherheitsgründen hat die Stadt in einigen Bereichen der altehrwürdigen Bierkeller Stabgitterzäune errichten lassen.

Dies sei die auffälligste Änderung des erweiterten Sicherheitskonzeptes der am Donnerstag, 12. Mai beginnenden Bergkirchweih, teilte ein Sprecher am Mittwoch mit.

Mit den Zäunen solle sichergestellt werden, dass niemand versehentlich in die Tiefe stürze. Viele Biertische und -Bänke befinden sich direkt auf den kilometerlangen Bierkellern des Burgbergs. Wer hier nicht aufpasse, könne mehrere Meter hinunterfallen, erläuterte der Sprecher. Die Stadt sei verpflichtet, die Sicherheitsbestimmungen einzuhalten.


Fest der Raubtierkäfige?

Die Neuerung gefällt nicht allen: Kritiker sprachen von einem Fest im Raubtierkäfig. Die Umzäunung sei nur eine provisorische Lösung, versicherte der Sprecher. Eine Sicherung nach denkmalschutzrechtlichen Vorgaben befinde sich in Planung.

Als Reaktion auf die sexuellen Übergriffe auf Frauen in der Silvesternacht in Köln wird es auf dem "Berg" in diesem Jahr Rettungsinseln geben. Dorthin könnten sich Betroffene zurückziehen und Hilfe anfordern. Darüber hinaus seien Flyer an Schüler mit Verhaltenstipps verteilt, das Sicherheitspersonal auf dem Berg geschult und die Kellerwirte entsprechend sensibilisiert worden.

Die Bergkirchweih wird seit mehr als 260 Jahren gefeiert und zählt zu den größten Volksfesten Bayerns.

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