Adelsdorf
Irland-Reise

Reisetagebuch: Vom Ring of Kerry in die Destillery

Auf dieser Etappe stand die Rundfahrt über den Ring of Kerry auf dem Reiseprogramm. Außerdem feierten die Teilnehmer eine Heilige Messe.
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Die Teilnehmer Foto: Johanna Blum
Die Teilnehmer Foto: Johanna Blum
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Nach einem Full Irish Breakfast machten wir uns auf zur Rundfahrt über den Ring of Kerry, eine der schönsten Panoramastraßen Irlands mit einer Länge von 179 Kilometern. Wir erfuhren, dass Busse wegen der Enge der Straßen den Ring nur in einer Richtung (im Uhrzeigersinn) befahren dürfen. In einem Steinfort bei Cahersiveen lauschten wir Bernhards interessanten Erklärungen und Geschichten. In Waterville machten wir eine kurze Pause, wo uns eine Skulptur von Charly Chaplin begrüßte. Hier spazierten wir ein Stück am Meer entlang. In Sneem, dem "Knoten" im Ring of Kerry, waren wir zur Lunchpause im "Village Kitchen" angemeldet.

Ich hatte schon an Ostern mit dem Ortspfarrer Liam O'Brian ausgemacht, dass wir in der Michaelskirche eine Heilige Messe feiern dürfen. In Sneem freute man sich, dass ich wieder einmal - wie oft an Ostern - Orgel spielte.
Auf dem Rückweg über Moll's Gap verweilten wir kurz beim Aussichtspunkt "Ladies' View" und fühlten uns wie die Hofdamen Königin Victorias, die schon 1861 den herrlichen Ausblick über die drei glitzernden Seen und den Killarney Nationalpark bewunderten. Viel Sonnenschein und wenig Regen versüßte uns diesen Tag. Das Dinner hatten wir uns am Abend alle redlich verdient und wer immer noch nicht genug hatte, konnte wieder am See entlang nach Killarney hinein laufen und Pubatmosphäre genießen. Aber im Hotel bei einem oder mehreren Pint Guinness, bei Bulmers oder anderen typisch irischen Getränken war es auch gemütlich. "Wo war die Zeit geblieben?", stöhnte so mancher. "Morgen ist schon unser letzter irischer Tag!"

Dingle-Halbinsel

Der führte uns zur Dingle-Halbinsel, wo zahlreiche historische Bauwerke bewundert werden können. Vorbei am Inch-Strand erreichten wir das kleine Städtchen Dingle, das der Halbinsel den Namen gegeben hat.
Einer der Höhepunkte des Tages war der Gottesdienst, den wir in der Herz-Jesu-Kapelle mit den Harry Clark Fenstern im "Diseart", einem ehemaligen Kloster, feiern durften. Monsignor Pádraig Ó Fiannachta, ein recht betagter überaus freundlicher Geistlicher, ist der Herr über das Diseart und er freute sich riesig über unseren Wunsch, gerade hier eine Heilige Messe feiern zu wollen. Begeistert zelebrierte er den deutschen Gottesdienst mit - "ich kann ein bisschen Deutsch!" - und verlas das Evangelium in irischer Sprache, seiner Lieblingssprache - für uns völlig ungewohnte Laute, aber die eigentliche Muttersprache der Iren, die in der Geschichte immer wieder von den Engländern verboten wurde. Nach einer Lunch- und Shoppingpause begaben wir uns auf den "Sleaheaddrive", eine manchmal etwas abenteuerliche Fahrt.

Ist das Wetter regnerisch und stürmisch, kann man im Vorbeifahren in der Sicherheit des Busses die aufsteigende Gischt bewundern. Bei klarer Sicht hatten wir einen irren Ausblicken aufs Meer, den "Schlafenden Riesen", die "Skelligs" und die "Drei Schwestern". Gleich zu Beginn machten wir noch kurz Stopp in einer Art-Gallery am Weg, wo wir schöne kleine Andenken aus Glas (handmade in Ireland und nicht in China! ) bewundern und kaufen konnten. Die kleine Puffins, Hochkreuze, Harfen, Fuchsien fanden reißend Absatz. Diesmal begleitete uns Harald Saul, ein Bekannter, der auf Dingle sein Ferienhaus hat. Die bergige Dingle-Halbinsel ist vor allem in ihrem Westteil von vor- und frühgeschichtlichen Denkmälern förmlich übersät. Wir besuchten das Gallarus Oratory, ein rustikales, frühchristliches Gebetshaus, das in Trockenmauertechnik errichtet ist und aussieht wie ein umgedrehter Schiffsrumpf.

Ein weiterer - diesmal weltlicher - Höhepunkt des Tages war der Besuch der 2012 errichteten Whiskey-Destillery in Dingle. Hier erfuhren wir über die Herstellung des beliebten Getränkes und am Schluss kam das Wichtigste: die Verkostung. Leider ist der Whiskey noch nicht reif, aber der ebenfalls dort produzierte Gin und Wodka war auch nicht zu verachten! Zurück nach Killarney war es im Bus recht still - der Genuss der hochprozentigen Getränke wirkte noch etwas nach. Das Abendessen hatte dann aber den Restalkohol schnell vertrieben. Sabine Rosenhammer, eine junge Deutsche Reisekauffrau von Skellig Reisen - sie hatte uns bestens bei der Planung der Reise unterstützt und Bus und Hotels besorgt - schaute vorbei, erzählte über ihre Arbeit als "Irlandspezialistin" und hatte als Überraschung noch einen jungen Tänzer dabei, der traditionelle irische Tänze zum Besten gaben. Ein wunderschöner, stimmungsvoller Abschied, denn am nächsten Morgen brachte der Bus die Pilger zufrieden und viele auch etwas traurig zurück nach Dublin zum Flughafen. Eine Rast beim Rock of Cashel, ein imposantes Bauwerk, führte uns noch einmal weit zurück in die irische Geschichte.
"Schön war es!", das war die einhellige Meinung aller Pilger.
Wir hoffen, dass wir den Teilnehmern ein bisschen von unserer Irlandliebe weitergeben konnten. Auch wenn das irische Wetter manchmal etwas launisch war: Irland ist immer eine Reise wert!


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