Adelsdorf
Wetter

Regen stoppt das Pfadfinder-Zeltlager

Eigentlich wollten drei Pfadfindersippen aus Niederkassel, Troisdorf und Adelsdorf gemeinsam in der Fränkischen Schweiz zelten, aber am Samstag brauchten sie ein anderes Quartier.
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Jule (l.) und Kim hängen die nassen Planen auf. Foto: Johanna Blum
Jule (l.) und Kim hängen die nassen Planen auf. Foto: Johanna Blum
Beim Bundesroulette des Deutschen Pfadfinderbundes Mosaik findet in diesem Jahr erstmals eine neue Aktion statt. "Wir wollen Sippen aus den unterschiedlichen Stämmen und Regionen zusammenführen, die sich sonst nie begegnen würden", erklärt Stefan Schmitz vom Stamm Wikinger aus Niederkassel. Unter allen Stämmen des Pfadfinderbundes wurden die Partner ausgelost und am Wochenende machten sich die Sippe Koala vom Stamm Wikinger aus Niederkassel und die Sippe Alopex Lagopa vom Stamm Steppenwölfe aus Troisdorf auf den Weg ins Frankenland.
"Eigentlich hatte ich mit meiner Sippe Corax vom Stamm Raubvögel als Gastgeber ein Treffen in der Fränkischen Schweiz geplant", berichtet der Adelsdorfer Sippenführer Sepperl, dem man die Enttäuschung noch ansah. "Wir wollten wandern, den Druidenhain besuchen, zelten und im Freien spielen", erklärte er.
Aber dann kam es anders.
Dass es tatsächlich abends so heftig regnen würde, hatte sich niemand so recht vorstellen können. "Es begann ja alles ganz cool, aber als es dann echt regnete und nicht mehr aufhörte, war es nicht mehr so gut", meinte Jule, die Sippenführerin der Koalas. "Zu essen gab es statt der gebratenen Würstchen abends um 23 Uhr nur trockene Brötchen und Gurke, weil man ja bei dem Regen kein Feuer machen konnte", ergänzte Kim, ihre Stellvertreterin.

Keiner sollte krank werden

Die Nacht über regnete es weiter und morgens waren die jungen Leute buchstäblich "abgesoffen". "Es war alles nass und meine Hose konnte ich richtig auswringen", erzählt Kim. "Nicht nur die Zelte, nein auch die Isomatten und Schlafsäcke - alles triefte vor Nässe und uns war entsetzlich kalt", meinte Ela, Sippenführerin der Sippe Alopex Lagopa. Am Samstagmorgen hielten die besorgten Sippenführer eine kleine Konferenz ab und da man nicht riskieren wollte, dass die Teilnehmer krank werden, entschieden sie, das Lager abzubrechen. "Zuerst dachten wir, es sei einfach schwach und uncool aufzugeben, aber es blieb uns wirklich nichts anderes übrig", fand Ela.
Adelsdorfer Pfadfinder holten die 15 völlig durchnässten jungen Leute ab und brachten sie in ihr warmes Stammesheim. Dort wurden nicht nur die Zeltplanen, sondern auch alle klitschnassen Kleidungsstücke zum Trocknen aufgehängt. "Dann konnten wir endlich essen und uns wurde wieder warm", erklärte Jule zufrieden. Das Programm wurde in Windeseile umgestellt: eine Singrunde, eine Spielerunde und da es zwar draußen richtig kalt geworden war, aber nicht mehr regnete, wagten sich die elf bis 16 Jahre jungen Pfadfinder am Nachmittag hinaus zum Spielen und manche erkundeten sogar Adelsdorf.
Am Abend gab es noch eine kleinen Überfall und eine erfolgreiche Verfolgungsjagd. "Jetzt ist ja doch alles noch gut gegangen", meinte Sepperl zufrieden. Seine Sippe freut sich schon auf den Gegenbesuch in Niederkassel. "Hoffentlich haben wir dann mehr Glück mit dem Wetter!", hofft Jule.
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