Großenseebach
Bilanz

Raiffeisenbank Seebachgrund rüstet sich für sinkende Zinsüberschüsse

Von einem angemessenen Ergebnis bei "anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen" sprach Vorstandsvorsitzender Edmund Kainer, als er in der Vertreterversammlung der Raiffeisenbank Seebachgrund die Zahlen des Geschäftsjahres 2014 präsentierte.
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Edmund Kainer (l.) und Horst Amon (r.) gratulierten Dieter Walter (2. v. l.) und Rudolf Groß zur Wiederwahl in den Aufsichtsrat. Foto: privat
Edmund Kainer (l.) und Horst Amon (r.) gratulierten Dieter Walter (2. v. l.) und Rudolf Groß zur Wiederwahl in den Aufsichtsrat. Foto: privat
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Das Zinsergebnis ist leicht gestiegen auf rund 6,8 Millionen Euro, heißt es in einer Mitteilung der Bank, das Provisionsergebnis hat sich mit 2,28 Millionen Euro auf Vorjahreshöhe stabilisiert.
Im Fokus aller Banken seien derzeit die Betriebskosten, da die Nullzinspolitik der EZB den Zinsüberschuss der nächsten Jahre dahinschmelzen lasse. Für die Zukunft rüste sich die Raiffeisenbank Seebachgrund mit einer sehr guten Eigenkapitalquote und habe in den Fonds für allgemeine Bankrisiken eine Million Euro eingezahlt. Mit 4501 Mitgliedern und 12 741 Kunden betreuen 72 Mitarbeiter eine Bilanzsumme von 254 Millionen Euro. Das betreute Kundenvolumen sei dabei um 2,5 Prozent auf 654 Millionen Euro gestiegen.
Die Dividende mit 4,5 Prozent liege im Geschäftsjahr 2014 weit über den Geld- und Kapitalmarkzinsen.

Der Aufwand steigt

Die Bankenlandschaft befinde sich im Spannungsfeld von niedrigen Zinsen, niedrigeren Erträgen und höheren regulatorischen Aufwand. Hinzu kämen höhere Eigenkapitalanforderungen für die Zukunft, berichtete Kainer.
"Der Gesetzgeber verändert die Bankenwelt", ergänzte Vorstand Horst Amon. Durch eine bewusst gesteuerte Niedrigzinspolitik übe man verstärkt Druck auf die Zinserlöse der Banken und somit auf die Gewinne aus. Hinzu käme die kostspielige Nähe zu den Kunden über ein dichtes Filialnetz der Genossenschaftsbanken. Von den insgesamt 36 000 Geschäftsstellen der Genossenschaftsbanken würden 20 000 bis 25 000 in den nächsten Jahren übrig bleiben, schätzt Amon. Die Entwicklung im Bankgeschäft ist rasant und schnell.
Bei den Wahlen zum Aufsichtsrat standen der Aufsichtsratsvorsitzende Rudolf Groß und Dieter Walter zur Wiederwahl bereit. Beide wurden einstimmig von der Vertreterversammlung in den Aufsichtsrat wiedergewählt.

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