Herzogenaurach
Prestigeobjekt

Puma lässt neues Wahrzeichen in Herzogenaurach errichten

Puma macht auf sich aufmerksam: Durch eine 85 Meter lange Brücke, stabilisiert durch einen 37 Meter hohen Pylon.
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Foto: Daniel Kardos
Foto: Daniel Kardos
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Das im Bau befindliche und rund 123 Meter lange und 22 Meter hohe Puma-Verwaltungsgebäude wird mit der bestehenden Zentrale mit einem Übergang verbunden. Das neue Wahrzeichen wird eine 85 Meter lange Brücke aus 173 Tonnen Stahl sein, die durch einen rund 37 Meter hohen Pylon auf der Seite des Pumavision Headquarters stabilisiert wird. Die Kaufunger Stahlbaufirma Heinrich Lamparter baut für den Sportartikelanbieter Puma dieses Prestigeobjekt.

Schon die Größe der 85 Meter langen Brücke, die an einem einzelnen, 37 Meter hohen Pylon aufgehängt wird, ist etwas Besonderes. "Das Highlight ist, dass wir die Brücke ohne lange Straßensperrungen direkt vor Ort zusammenbauen", erklärte Lamparter-Geschäftsführer Claus-Peter Hartmann. Dafür werden die vier Elemente der Brücke in Kaufungen fast vollständig vormontiert - inklusive Glaswänden, Dämmungselementen und Estrichboden. In Herzogenaurach werden die gut 20 Meter langen Teile nur noch an zwei Wochenenden in die Seile des Brückenpylons eingehängt.


Straße muss nur jeweils kurz gesperrt werden

Die wichtige Verkehrsader der Sportstadt muss nur jeweils kurz gesperrt werden. "Das kommt beim Kunden gut an", sagt Hartmann. Doch das wird erst im Frühjahr passieren, wenn der Puma-Neubau fortgeschritten ist und ruhiges Wetter die Fertigstellung der Brücke erlaubt.

Am Samstag wurde zunächst der Brückenpylon aufgestellt. Die zwei 34 Meter langen Stahlträger waren am Donnerstag auf zwei Schwertransportern von Kaufungen nach Herzogenaurach gefahren worden.
Vier mal vier Meter messen die vier Brückenteile im Querschnitt. Größer dürften sie auch nicht sein, um in Kaufungen fast vollständig vormontiert zu werden. Bei mehr als 4,50 Metern Höhe passt ein Sondertransport nicht mehr unter Brücken hindurch.
 

 


Bereits am Freitag wurden die jeweils 23 Tonnen schweren Pylon-Hälften von zwei Sattelschleppern aus der Nähe von Kassel angeliefert, wo sie von der Stahl- und Glasverarbeitungsfirma Lamparter zwei Monate lang gefertigt wurden. Nach der Ankunft in Herzogenaurach wurden beide Hälften mit sechs rund acht Tonnen schweren Mittelstreben miteinander verschraubt, um dann am Samstag durch zwei links und rechts vom Betonfundament aufgestellte Mobilkräne mit einer Maximallast von 500 bzw. 220 Tonnen errichtet zu werden. Befestigt wurde der Pylon anschließend mit 20 einbetonierten Gewindebolzen auf vier rund zehn Meter in die Tiefe reichenden Stahlbetonpfeilern.

Puma-Projektleiter Harry Huk, der schon die Gesamtprojektleitung für das 2009 fertiggestellte Pumavision Headquarters innehatte, sagte: "Der Pylon ist das auffälligste Merkmal der künftigen Fußgängerbrücke über den Hans-Ort-Ring und unseres gesamten Neubauprojekts. Er verleiht der Verbindung zum Neubau auf der gegenüberliegenden Straßenseite eine besondere Ästhetik und wird damit das "Tor zur Stadt" zu einem echten Wahrzeichen für Herzogenaurach werden lassen."

Nach seiner Fertigstellung im Frühjahr 2018 wird das neue, rund 123 Meter lange und 22 Meter hohe, sechsgeschossige Verwaltungsgebäude auf 14.000 Quadratmetern großen, flexibel gestalteten Büroflächen bis zu 550 Mitarbeitern Platz bieten. Mit dem Neubau erweitert Puma außerdem sein Sportangebot, das unter anderem ein weiteres Fitnessstudio und einen Außenbereich mit rund 1.500 Quadratmetern großen Sportflächen umfasst.

Der Neubau, der vom Generalunternehmer Völkel + Heidingsfelder GmbH aus Nürnberg realisiert wird, befindet sich im Zeitplan: Nachdem der Spatenstich im Mai erfolgte, werden derzeit bereits das zweite Obergeschoss errichtet und die Leitungen für eine umweltschonende Betonkerntemperierung gelegt. Außerdem erfolgt zurzeit die Verlegung der Wasser- und Energieversorgungsleitungen auf den Freiflächen um das Gebäude.

 

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