Herzogenaurach

Proleit schafft 200 neue Stellen in Herzogenaurach

Proleit vergrößert seine Zentrale in der Einsteinstraße in Herzogenaurach. Für ein neues Bürogebäude wurde am Freitag der Grundstein gelegt.
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So präsentiert sich Proleit mit dem vierstöckigen neuen Bürotrakt nach dessen Fertigstellung.  Visualisierung: Proleit
So präsentiert sich Proleit mit dem vierstöckigen neuen Bürotrakt nach dessen Fertigstellung. Visualisierung: Proleit
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300 Mitarbeiter hat die Firma Proleit jetzt, 500 sollen es in den kommenden fünf Jahren werden. Und der größte Teil der rund 200 neuen Mitarbeiter findet seinen Platz in einem neuen Bürogebäude, für das am Freitag der Grundstein gelegt wurde. Damit setzt die Proleit AG als weltweit tätiger Anbieter von Prozessleittechnik und Automatisierungslösungen weiter auf den Standort Herzogenaurach.

Insgesamt sollen im Neubau 250 Arbeitsplätze geschaffen werden, 100 bis 150 neue Stellen sollen zügig entstehen.

Das Unternehmen besteht seit 30 Jahren. Nach den Anfängen in Erlangen siedelten die beiden Gründer Wolfgang Ebster und Manfred Czepl alsbald nach Herzogenaurach um, wo man sich im Gebäude des damaligen Obi-Marktes in den Klingenwiesen einmietete. 1997 wurde beschlossen, in der Einsteinstraße ein eigenes Firmengebäude zu errichten.


Nach dem anhaltenden Wachstum habe man sich im Jahr 2014 grundlegend Gedanken gemacht, "wo wir 2020 stehen würden." Das sagte Vorstandsvorsitzender Ebster bei der Grundsteinlegung am Freitag. Schnell habe man erkannt: "Wir brauchen Platz". Und den findet die Firma am Heimat-Standort in der Einsteinstraße, wo jetzt der Neubau begonnen wurde. Die Arbeiten haben schon vor der offiziellen Grundsteinlegung begonnen. Denn die 18 Meter tiefen Bohrpfähle seien schon drin, sagte Ebster.


Bürgermeister und Landrat froh

Für Bürgermeister German Hacker (SPD) war es eine Freude, "dass man so etwas mitgestalten kann." Er bezog sich auf die Gespräche im Rathaus, in denen die Gestaltung des Gebäudes nebst der Parkplätze abgestimmt worden sind. Letztlich habe man den Bauantrag im Genehmigungsfreistellungsverfahren behandeln können.

Hacker: "Wir mussten nicht einmal den Landrat fragen." Wenn in der Bauphase, die rund ein Jahr dauern soll, Fragen an die Stadt auftauchen, dann sei man gerne zur Stelle. Hacker: "Wenn was ist, rufen Sie an!" Des Weiteren bezeichnete Hacker Proleit als ein Familienunternehmen. Und damit habe man ja in Herzogenaurach sehr gute Erfahrungen.


Auch Balleis und Nussel

Landkreisschef Alexander Tritthart (CSU) äußerte sich stolz und dankbar darüber, was im Landkreis derzeit gebaut werde. Jedes Jahr kämen im Kreis Tausende von sozialversicherungspflichtigen Stellen hinzu. Das sei nicht nur sehr erfreulich, darum würde man anderswo in Bayern beneidet.

Zur Grundsteinlegung gekommen waren auch Landtagsabgeordneter Walter Nussel und der frühere Erlanger Oberbürgermeister Siegfried Balleis, in seiner Eigenschaft als Aufsichtsrat der Firma.

Firmenchef Ebster ging zuvor auch auf die Entwicklung des Unternehmens ein. "In den Baumaßnahmen zur Erweiterung unseres Stammsitzes manifestiert sich, dass wir in den vergangenen 30 Jahren gute Arbeit geleistet haben", sagte er. Und freute sich darauf, "gemeinsam mit unseren Mitarbeitern" die Erfolge in dem neuen Gebäude weiter auszubauen. Realisiert wird das Vorhaben erneut mit dem Planungsspezialisten Vollack, einer Gesellschaft aus Karlsruhe mit insgesamt 300 Mitarbeitern.


Auf vier Geschossen

Auf dem Firmengelände in der Einsteinstraße entstehen moderne Arbeitswelten für rund 200 Mitarbeiter. Die neuen Räumlichkeiten erstrecken sich laut Pressemitteilung auf einer Fläche von etwa 4500 Quadratmetern. Mitarbeiter und Besucher erhalten Parkmöglichkeiten auf einem Deck unterhalb des Gebäudes.

Nach der Erweiterung, die Ende 2017 abgeschlossen sein soll, stehen den Proleit-Mitarbeitern Büroflächen auf insgesamt vier Geschossen zur Verfügung. Wörtlich berichtet das Unternehmen: "Mit dem Ausbau trägt Proleit dem erfolgreichen Wachstum der vergangenen Jahre Rechnung und positioniert sich in der Region Mittelfranken auch zukünftig als attraktiver und zukunftssicherer Arbeitgeber."

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