Herzogenaurach
Gemeinderat

Platz für Kinder im alten Bankgebäude in Oberreichenbach

In den früheren Räumen der Oberreichenbacher VR-Bank sollen Krippenschlafplätze entstehen.
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Im ehemaligen VR-Gebäude sollen Schlafplätze für 14 Krippenkinder entstehen. Foto: Richard Sänger
Im ehemaligen VR-Gebäude sollen Schlafplätze für 14 Krippenkinder entstehen. Foto: Richard Sänger
14 Krippenkinder der Kindertagesstätte Regenbogen bekommen zu Beginn des Schuljahres 2016/2017 im ehemaligen Gebäude der VR-Bank am Amselweg ihre Schlafplätze. Einstimmig befürwortete der Gemeinderat die Nutzungsänderung und ermächtigte Bürgermeister Klaus Hacker, die erforderlichen Umbaumaßnahmen in Auftrag zu geben. Die Nutzung wurde sowohl mit der Kita-Leitung als auch mit der Fachaufsicht abgesprochen, berichtete der Bürgermeister.


Im Besitz der Gemeinde


Wie der Bürgermeister erläuterte, wird es eng in der Kita und die Einrichtung weiterer Schlafplätze hätte im Bestandgebäude nur mit einem erheblichen Aufwand geschaffen werden können. Deshalb bot es sich an, das unweit entfernt stehende ehemalige Bankgebäude, das sich bereits im Besitz der Gemeinde befindet, für die Kinder des Regenbogens zu nutzen.
Die Umbaumaßnahmen schätzte Hacker auf rund 20 000 Euro, was aber Reinhard Geyer nicht so recht glauben wollte. "Einer Nutzungsänderung stimme ich bedenkenlos zu, aber nicht einer groben Kostenschätzung", erklärte der CSU-Gemeinderat und hätte schon etwas genauere Kosten gehört. Denn wie der Bürgermeister erklärte, sollen die Krippenplätze nicht auf Dauer eingerichtet werden, sondern nur eine Übergangslösung für etwa zwei Jahre sein.

Nicht weil es in zwei Jahren weniger Kinder geben würde, sondern weil die Kita Regenbogen einen Anbau bekommen soll und alle Kinder wieder unter einem Dach vereint sein werden. Denn das "Ausweichquartier" bedeutet einen Mehraufwand der neun Erzieherinnen und die Kinder müssen jeden Tag mit dem "Krippenwagen" zum Amselweg gebracht werden. Nach der Diskussion über die notwendigen Um- und Einbauten der Sanitärräume sowie eines Fußbodens und einer möglichen Ertüchtigung der Heizung, wurde der Antrag gestellt: Die Kosten für den Umbau werden auf maximal 30 000 Euro gedeckelt und der Bürgermeister müsse mit dem Betrag zurechtkommen.


Spielturm auf der Wunschliste


So richtig einig wurde sich das Gremium auch bei einem weiteren Punkt, Kauf eines Spielgerätes für die Kindertagesstätte, nicht. Dass auf der Freifläche der Kita etwas geändert werden muss, darüber bestand Einigkeit. Auf der Wunschliste der Kita steht ein Spielturm. Der Bürgermeister brachte bei der Sitzung eine weitere Variante ins Spiel, nämlich die Spielfläche so weit wie möglich naturnah und mit dem aufgeschütteten Hügel zu belassen und durch Spielgeräte zu ergänzen.

Bürgermeister Hacker präsentierte dazu dem Gremium eine Skizze. Nach seiner Aussage würden sich die Kosten auf 13 600 Euro belaufen. So richtig anfreunden konnte sich das Gremium damit nicht, außerdem stehen dafür im Haushalt nur 12 000 Euro zur Verfügung. Gegen zwei Stimmen wurde schließlich beschlossen, dass die Kita Regenbogen entscheiden soll, wie der Spielbereich für 12 000 Euro gestaltet werden soll.


Gestaltung des Dorfplatzes


Derzeit wird in Oberreichenbach die Ortsdurchfahrt erneuert und deshalb bietet es sich an, am Dorfplatz weitere Gestaltungsmaßnahmen durchführen zu lassen. Dazu lagen dem Gemeinderat zwei Anträge der Freien Wählergemeinschaft vor. So wurde beantragt, den Gehweg vor dem ehemaligen Gemeindehaus so umzugestalten, dass er für Fußgänger und vor allem für die Schulkinder wieder begehbar ist. Wie der Bürgermeister erläuterte, werden in dem betreffenden Abschnitt die Autos quer zur Straße abgestellt und die Fußgänger müssen auf die Straße ausweichen. Das Gemeindeoberhaupt schlug deshalb vor, einen Durchgang von etwa eineinhalb Metern mit Pflanzkübeln und einer Bank abzugrenzen, dann müssen die Kinder auf dem Weg zur Bushaltestelle auch nicht mehr auf die Straße ausweichen, dem stimmte das Gremium zu.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite möchte die Freie Wählergemeinschaft auf der Grünfläche acht Parkplätze einrichten, so der Antrag. Auf dieser Fläche stehen zur Kirchweih auch immer die Schausteller und auch wegen der Nähe zu den beiden Gasthäusern wären weitere Parkplätze sinnvoll. Grundsätzlich war sich das Gremium einig, nur nicht darüber, ob mit Schotter oder Rasengittersteinen. Aus dem Gremium kam der Hinweis, dass der Platz eigentlich geschottert sei und im Laufe der Jahre zur Grünfläche wurde.


Größere Baumaßnahme


Gegen drei Stimmen wurde der Bürgermeister schließlich beauftragt, bis zur nächsten Sitzung die Kosten für die zwei Varianten sowie die Tiefe des Schotterbettes ermitteln zu lassen.

Der Bürgermeister bereitete das Gremium schon mal auf eine etwas größere Baumaßnahme vor, nämlich die Sanierung des Schmutzwasserkanals Seelandstraße. Bei einer Befahrung mit der Kamera wurde festgestellt, dass der Kanal in Teilen eingebrochen sei. "Wir müssen das nicht morgen angehen, aber in naher Zukunft schon", erklärte der Bürgermeister. Hacker wies aber gleich auf ein weiteres Problem hin: Der Kanal verläuft zum großen Teil durch Privatgrundstücke und bei der Oberflächenentwässerung konnte der Bürgermeister den genauen Verlauf nicht erklären, weil nicht sicher sei, ob die vorliegenden Pläne stimmen. Nach einigem Hin und Her wurde der Bürgermeister beauftragt, durch das Ingenieurbüro GbI Lösungsvorschläge sowie die Kosten ermitteln zu lassen.


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