Mühlhausen

Ortsburschen beweisen Kraft und Geschick

Auch dieses Jahr lockte das Aufstellen der 24 Meter langen Kerwasfichte in Mühlhausen wieder viele Zuschauer.
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Die Ortsburschen brachten ihren Baum in kurzer Zeit an Ort und Stelle.  Fotos: Sonja Werner
Die Ortsburschen brachten ihren Baum in kurzer Zeit an Ort und Stelle. Fotos: Sonja Werner
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25 Jahre alt war die Fichte der Mühlhausener Ortsburschen - der Martin hat's nachgezählt an den Ringen - und auf 24 Meter Länge hat sie es gebracht. Dann war sie würdig zum Aufstellen für die Kerwa in Mühlhausen am Samstag.

Mit Geschick und Kraft schafften es die jungen Männer denn auch in nicht allzu langer Zeit, das in den fränkischen Farben geschmückte Prachtstück an seinen Platz vor der Stammwirtschaft Bär zu stellen. Dass die zu diesem Akt gesungenen althergebrachten Kerwasliedla mit leichter Modifikation auch durchaus noch in die heutige Zeit passen, bewiesen sie mit einer kleinen "Neudichtung": "Mei Vadder ist Bänker und Bänker bin i - mei Vadder bescheißt d'Kunden und d'Madla bscheiß i", funktionierten sie einen alten Text kurzerhand um.


Auswärtige mit dabei

Interessiert und begeistert vom Tun "ihrer" Burschen waren nicht nur die
zahlreichen erwachsenen Zuschauer, die sich am Schauplatz eingefunden hatten. Die kleine Zoe flitzte vor Beginn des Aufstellens emsig um die geschmückte Krone herum und sammelte abgerissene Stücke der Schmuck-Kreppbänder ein. Ihre Zöpfe musste die Mama damit verschönern - schließlich wollen auch kleine Mühlhauserinnen zeigen, dass sie zur Kerwa dazugehören.

Apropos dazugehören: "Mit Integration haben wir keine Probleme", schmunzelten die Kerwasburschen. Bei ihnen machen nämlich auch "Auswärtige" mit. Marco Schlegel und Michael Wagner aus Höchstadt sowie Jan Raber aus Mailach packten nicht nur mit an beim Baumaufstellen - sie gehören ganz offiziell dazu zu den Ortsburschen. Marco und Jan sind schon länger dabei, der Michael wurde am Vorabend der Kirchweih kurzerhand mit eingebunden. "Uns macht das Spaß", so die drei. "Warum nicht mal woanders dabei sein."

Nach dem "Hauptbaum" am Marktplatz gab es dann noch einen zweiten bei Fisch-Jakob - dann konnte auch dort die Kerwa so richtig losgehen. Bieranstich, Fisch in allen Variationen, Musik am Abend - der Kirchweihablauf kam immer mehr in Schwung.


Überall präsent sein

Die Ortsburschen waren jedenfalls die ganze Zeit auf Achse. In allen Gastronomiebetrieben mal Präsenz zeigen, essen, trinken, feiern - sie und alle Gäste hatten jede Menge zu tun. An den Abenden gab's Musik in Hülle und Fülle, so eine Kerwa lastet ja ganz schön aus. Am heutigen Montag geht sie zu Ende, die Mühlhausener Kerwa. Auf ein Neues im nächsten Jahr!

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