Herzogenaurach
Wertungsspiele

Orchester treten in Herzogenaurach vor die Jury

In Herzogenaurach zeigten 23 Ensembles aus ganz Franken ihr Können vor drei Wertungsrichtern. Durch die intensive Probenarbeit vor einer solchen Veranstaltung soll das Leistungsvermögen der Orchester wachsen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Jugendkapelle Aurachtal unter der Leitung von Wolfram Heinlein trat in der Oberstufe an. Foto: Richard Sänger
Die Jugendkapelle Aurachtal unter der Leitung von Wolfram Heinlein trat in der Oberstufe an. Foto: Richard Sänger
+3 Bilder
Nahezu von der Öffentlichkeit unbeachtet stellten sich in Herzogenaurach 21 Orchester und zwei Spielmannszüge aus Mittel-, Ober- und Unterfranken den Wertungsrichtern des Nordbayerischen Musikbundes (NBMB). Am Wochenende richtete die Stadtjugendkapelle Herzogenaurach erstmalig ein Wertungsspiel für den Nordbayrischen Musikbund im Bezirk Mittelfranken aus. Die Wertungsspiele am Samstag und Sonntag fanden in der Schulturnhalle am Burgstaller Weg statt. Einstudiert hatten die Musikanten jeweils ein Pflicht- und ein Selbstwahlstück. Bewertungskriterien waren beispielsweise Intonation und Stimmung, Ton- und Klangqualität und der musikalische Gesamteindruck.
Mit den Jugendkapellen Möhrendorf, Großenseebach, Aurachtal und der Stadtkapelle Höchstadt sowie dem Spielmannszug Höchstadt ließen sich auch fünf Musikvereinigungen aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt bewerten.
Am Sonntagvormittag eröffnete die Feuerwehrjugendkapelle unter der Leitung von Matthias Uri den zweiten Tag der Wertungsspiele. Die Großenseebacher traten in der Mittelstufe an und wählten das Pflichtstück "Voyage into the Blue" von Nayoa Wada und als Wahlstück "The Golden Secret" von Otto M. Schwarz. Nach einer Umbauphase trat der Spielmannszug der Feuerwehr Höchstadt, geleitet von Evelyn Berier, vor die Wertungsrichter. Die Spielleute hatten das Mittelstufenstück "Kurpfälzer Jagdgeschichte" von Felix Braunfels einstudiert und spielten als Wahlstück "Limerick Dances" von Tobias Lempfer.
Vor dem obligatorischen Wertungsgespräch wurde noch das 42-köpfige Hauptorchester der Jugendkapelle Aurachtal, geleitet von Wolfram Heinlein, bewertet. Die Aurachtaler traten mit "Shaker Heights Fantasy" von Philip Sparke und dem Selbstwahlstück "Pinocchio" von Alex Poelman in der Oberstufe an. Bereits am Samstag ließ sich die Jugendkapelle Möhrendorf unter der Leitung von Andrea Grillenberger prüfen. Am Sonntagnachmittag nahm dann noch die Stadtkapelle Höchstadt mit ihrem Leiter Markus Koppmann auf dem Podium Platz.
Die teilnehmenden Kapellen hatten sich gut vorbereitet, und die Jury der Wertungsspiele attestierte den Musikkapellen und Spielmannszügen eine positive Entwicklung.

Lob für die Ausrichter

Eine gute Organisation durch die Stadtjugendkapelle Herzogenaurach, ein reibungsloser Ablauf und herausragende musikalische Leistungen bildeten die Bilanz der Wertungsspiele. Am Jury-Tisch saßen Alois Wille (Landeck/Tirol), Kammervirtuose und Dirigent Stefan Fritzen (Dresden) sowie Gottfried Veit, Südtiroler Komponist und Chorleiter sowie Ehren-Landeskapellmeister des Verbandes Südtiroler Musikkapellen.
Auf Grundlage der Wertungsspielordnung des Bayerischen Blasmusikverbandes wird die Bewertung in allen Leistungsklassen durchgeführt. Von der Grundstufe bis hin zur höchsten Klasse, der Extraklasse, können sich die teilnehmenden Kapellen und Gruppen entsprechend ihres Leistungsstandes und ihrer Besetzung am Wettbewerb beteiligen. Den teilnehmenden Orchestern, Musikvereinen und Spielmannszügen ist klar: Der Weg hin zum Wertungsspiel hin ist das Ziel. Im intensiven Probeprozess und durch die Beschäftigung mit Neuem wächst ein Orchester, und meist kann man die Früchte einer solchen Wertungsspielteilnahme auch längerfristig ernten. Die Verbesserung des Leistungsvermögens überträgt sich auch auf alle anderen Werke, gleich aus welchem Genre.
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren