Herzogenaurach
Schule

Nougatcreme aus eigener Produktion

Herzogenauracher Grundschüler lernen in einem Ernährungsprojekt, wie man ein gesundes Frühstück zubereitet.
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Der Brotaufstrich wird zusammengemixt. Rechts Ernäherungsberaterin Karin Depner Foto: Richard Sänger
Der Brotaufstrich wird zusammengemixt. Rechts Ernäherungsberaterin Karin Depner Foto: Richard Sänger
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An der Carl-Platz-Schule startete das Ernährungsprojekt "Frühstück und Pausenbrot lecker und gesund", mit der Gesundheits- und Ernährungsberaterin Karin Depner. Mit dem von ihr entwickelten Konzept werden alle Klassen der Grundschule zwei besonderen Schulstunden erleben. Die Aktion wird aus dem Erlös des Ökofestes der Ökofestinitiative finanziert, die dazu über 2000 Euro bereitstellte.

Die Grundschule Herzogenaurach hat sich zum Ziel gesetzt, die physische und psychische Gesundheit von Schülern durch ein geeignetes Maßnahmenbündel im unterrichtlichen Bereich und außerunterrichtlichen Bereich zu fördern. Bewegung, Ernährung und psychisches Wohlbefinden sind dabei drei Maßnahmenfelder, aus den bereits laufenden Angeboten, stellte Schulleiter Markus Hahn die Aktion vor und bedankte sich bei der Ökofestinitiative für die wertvolle Unterstützung und die Schule konnte dadurch den Themenbereich "Gesunde Ernährung" mit dem Angebot erweitern. So wird den Kindern die Möglichkeit gegeben unter Anleitung zu kochen, wobei insbesondere die Aspekte Nachhaltigkeit, Bio-Regional-Saisonal und eine Ausgewogenheit der Ernährung eine besondere Berücksichtigung finden soll.

Denn damit werden auch die regionalen Bauern gestärkt und das Trinkwasser für kommende Generationen geschützt und Karin Depner plädierte für die Förderung einer bienen- und tiergerechten Landwirtschaft, außerdem werde die Biodiversität belebt und schützt die Gesundheit.

"Wir wollen damit einen weiteren Impuls zu einer bewussten Ernährung geben und hoffen natürlich, dass die Kinder das Gelernte auch an die Eltern weitergeben", erklärten Retta Müller-Schimmel und Peter Maier von der Ökofestinitiative.

Da konnte Karin Depner nur zustimmen, die den Kindern die Herkunft der Lebensmittel erklärt und hatte dazu einiges an Zutaten mitgebracht, denn die Kinder sollten selbst das Essen selbst zubereiten. "Die Ernährung ist sehr wichtig, denn sie stärkt das Immunsystem und beugt dadurch vielen Krankheiten vor, denn ein Körper braucht Vitamine und besonders Kinder sollten auf die richtige Ernährung achten.


Lieber Honig statt Zucker

Dabei nahm die Ernährungsberaterin insbesondere auch die Getränke mit ihrem hohen Zuckergehalt ins Visier, denn Zucker habe keinerlei Wirkstoffe und er sei schädlich. Deshalb sollte das Naturprodukt Honig zum Süßen genommen werden, denn Zucker störe auch den Stoffwechsel. Da gingen bereits viele Finger in die Höhe und die Kinder zählten die Zuckerstücke, die beispielsweise in einem Spezi sind, auf den Tisch und staunten dann doch über die lange Reihe der Zuckerstücke. Natürlich wussten die Kinder auch, dass Zucker Karies verursacht und auch dick macht.

"Viele Kinder wissen einfach nicht, dass sie gesund essen müssen, um später auch gesunde Erwachsene zu sein. Seit 2008 hält die gelernte Krankenschwester Kochkurse und Ernährungsvorträge in Kindergärten und Schulen ab. Das Projekt soll den Schülern die Bedeutung unserer Nahrung für Gesundheit und Wohlbefinden nahe bringen und ursprüngliche Kreisläufe bewusst machen, sagt die Ernährungsberaterin dazu.

"Drei Esslöffel Hafer pro Tag reichen aus, um Euren Vitaminbedarf zu decken", erklärte Karin Depner, während sie eine Handvoll Körner in den Trichter der Quetsche rieseln lässt und die Kinder den Hafer mahlten.
Am Nachbartisch mixten die Kinder zwischenzeitlich einen Nougat-Aufstrich aus Nussmus, Butter und Kakaopulver, natürlich ohne Zucker, gesüßt wurde mit Honig. "Das schmeckt bestimmt besser als Nutella", waren sich zwei Mädchen schon von vorneherein sicher. In der Küche neben dem Klassenzimmer wurde das Frischkorn-Müsli, mit saisonalen und heimischen Früchten zubereitet.

Die Viertklässler wussten auch, dass man eigentlich keine exotischen Früchte oder an Weihnachten Erdbeeren braucht, die nicht nur um die halbe Welt geflogen werden müssen, sondern auch unreif geerntet und auch behandelt werden. Depner erzählte auch, dass bei Herstellung der Nahrungsmittel und deren Haltbarmachung ein Großteil der wichtigsten Vitamine bereits verloren geht und damit auch der Gesundheit keinesfalls förderlich sei.


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