Niederndorf
Rundgang

Niederndorfer Hort wird wie eine kleine Schule

Ab September können in Niederndorf 50 Grundschulkinder mehr als bisher auch am Nachmittag betreut werden. Es entsteht ein Neubau, der den Kleinen mehr als reine Hausaufgabenräume bieten soll.
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Das Obergeschoss des neuen Horts sieht schon ziemlich fertig aus. Foto: Richard Sänger
Das Obergeschoss des neuen Horts sieht schon ziemlich fertig aus. Foto: Richard Sänger
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Im neuen zweigruppigen Hort der katholischen Kirchenstiftung Sankt Magdalena in Niederndorf arbeiten die Handwerksfirmen mit Hochdruck am Innenausbau. Mit Beginn des neuen Schuljahres sollen 50 Kinder den lichtdurchfluteten Neubau beziehen. "Das wird an Ende wie eine kleine Schule sein", meinte Architekt Siegfried Mayer beim Rundgang. Denn es wird nicht nur Gruppen- und Hausaufgabenräume geben, sondern auch einen Computer- und einen Bauraum.

"Wir wollten ein möglichst offenes Gebäude schaffen, und das kann sich sehen lassen", sagte Bürgermeister German Hacker (SPD) beim Rundgang mit dem Architekten und Albert Geinzer sowie Walter Panter von der Gebäudewirtschaft. Die Geschosse sind mit einem behindertengerechten Aufzug verbunden und die Flure werden als "Spielflure" ausgeführt. Im Erdgeschoss wird zudem ein Elternbereich entstehen, die Versorgung der Hortkinder wird über eine zentrale Verteilerküche sichergestellt.

Wie Architekt und Bürgermeister erläuterten, ist der Hort im Passivhausstandard KfW 55 mit Fußbodenheizung an das Fernwärmenetz angeschlossen. Derzeit wird eine kontrollierte Raumbelüftung mit Wärmerückgewinnung eingebaut und im Turnraum sind bereits die Maler am Streichen. Fast fertig sind die restlichen Trockenbauarbeiten, und wenn die Maler fertig sind, werden die Fliesenleger in den Räumen zugange sein und es kann mit dem Außenputz begonnen werden.

"Wir liegen gut im Zeitplan, und es gab auch keine größeren Probleme", versicherte Architekt Mayer. Über diese Aussage freute sich auch Erzieherin Gaby Klaus, schließlich werden die Kinder beginnend mit der Krippe über Kindergarten bis zum Hort etwa zehn Jahre begleitet.

Gebaut wurde von der Stadt, Träger ist die katholische Kirchenstiftung. Mit einer Fläche von 440 Quadratmetern wird das Betreuungsangebot für Grundschulkinder verbessert, von denen 25 im Hort im benachbarten Kindergartengebäude untergebracht sind.

Kindergarten wurde abgerissen

Wie Geinzer und Panter erklärten, sind bislang rund 800.000 Euro von insgesamt geschätzten 1,45 Millionen Euro ausgegeben worden. Das Land Bayern fördert den Hort mit 105.000 Euro, und demnächst wird der Stadtrat die Aufträge für das Mobiliar und Außenanlagen vergeben.

Bereits 1923 übernahm die Katholische Kirchenstiftung St. Josef die Trägerschaft des Kindergartens in Niederndorf, zu diesem Zeitpunkt noch am St.-Josef-Platz im Pfarrhaus von Niederndorf. Ab 1978 befand sich der Kindergarten mit anfangs zwei Kindergruppen am heutigen Standort in der Schulstraße. Der Kindergarten wurde weiter ausgebaut, von zwei auf vier Kindergartengruppen. Im Jahr 2005 kam eine Schulkindgruppe und 2010 eine Krippengruppe hinzu.

Aufgrund der ständig steigenden Zahl von Kindern wurde 2011 der Kindergarten abgerissen, um ein neues und großes Haus für Kinder zu bauen. Seit September 2013 steht nun ein Kinderhaus, das derzeit sowohl eine Kinderkrippe und einen Kindergarten als auch einen Hort beherbergt.
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