Niederlindach
Festwochenende

Niederlindach feiert 950. Ortsjubiläum

In Niederlindach hat man es ein ganzes Wochenende krachen lassen. "Sport und Spiel" war der Schwerpunkt des Festwochenendes zum 950-jährigen Bestehen des Ortes. Das Fest wurde mit der beliebten Heringskerwa eingeleitet.
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Niederlindach feiert 950. Ortsjubiläum Foto: Richard Sänger
Niederlindach feiert 950. Ortsjubiläum Foto: Richard Sänger
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Die Lindier feiern gerne und ließen es zum Auftakt des 950-jährigen Jubiläums so richtig krachen. Im wahrsten Sinne des Wortes: Die dreitägige Feier wurde mit einem ohrenbetäubenden Salut eröffnet, abgefeuert von befreundeten Böllerschützen und Vereinen mit Handböllern und Lafetten. Dabei war die Druckwelle so gewaltig, dass bei den am Sportplatz geparkten Autos die Alarmanlagen lostönten.

Der Heßdorfer Ortsteil startete am Freitagmittag mit der beliebten "Heringskerwa". Am frühen Abend musste Bernhard Ackermann, Vorsitzender der Soldatenkameradschaft Niederlindach und Umgebung, bereits "Ausverkauft" vermelden. "Dass heuer etwas mehr Leute kommen würden, damit haben wir schon gerechnet, aber wir wurden nahezu überrannt", sagte Ackermann, erfreut über die vielen hungrigen Gäste. Die Heringe und Makrelen gelten schon seit Jahren im Seebachgrund als ein Geheimtipp.

"Eine solche Makrele kriegst nur in Niederlindach, das Beherrschen der Bernhard und seine Leute wie sonst keiner", schwärmten die Stammgäste. "Bei uns gibt's ka Glumb. Die muss ich selbst einlegen. Und wenn nix mehr da ist, dann is halt nix mehr da und es wird auch nicht schnell nachgekauft", erklärt Ackermann, ohne sein Geheimnis der Zubereitung zu verraten.

Beim Fest lag der Schwerpunkt auf dem Thema "Sport & Spiel", was vor allem auf den Haupt-Veranstalter, den 1. FC Niederlindach, zurückzuführen ist. Handballturnier, Bogenschießen, Prominentenfußball und Kutschenfahrten weckten den sportlichen Ehrgeiz. Die Bands Moskitos und Audio Buam sorgten für Stimmungsmusik im Festzelt, das auf dem B-Platz des Sportvereins aufgebaut war.

Blaulichteinsatz der "Bambinis"

Ihren großen Auftritt hatten die Bambinis der Feuerwehr Membach. Mit Martinshorn und Blaulicht kamen die Sechs- bis Zwölfjährigen zu ihrem Einsatz und zeigten, was sie gelernt haben. Ziel der Nachwuchsaktion ist es, Kinder an das Feuerwehrleben heranzuführen. Dass dies gelungen ist, zeigte die professionelle Übung auf dem Festplatz.

Nicht nur der 1. FC Niederlindach trug zum Gelingen des Fests bei. Auch die SKV Niederlindach, die Fahr- und Reitsportfreunde, der Stammtisch Lindier Lausbuben, die Ortsburschen sowie der Frauenstammtisch machten das Festwochenende zu einem Highlight. Ihnen galt bei der Eröffnung der Dank von Bürgermeister Horst Rehder (Bürgerblock), der sich stolz auf seine Lindier Vereine zeigte.

Um an frühere Zeiten und das ehemals landwirtschaftlich geprägte Dorf zu erinnern, gab es eine Ausstellung mit alten landwirtschaftlichen Geräten. Der Name Niederlindach wird von Historikern als "der Ort, wo es viel Linden gibt" erklärt. Andere Quellen nennen das Flüsschen Lindach als Namensgeber. Erstmals erwähnt wurde der Ort bei der Schenkung des Bischofs an sein Domkapital. Das war im Jahr 1065. In der Schenkungsurkunde ist ebenso Hannberg genannt, weshalb man auch dort einen guten Grund hat, es zum 950. Bestehen ordentlich krachen zu lassen.

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