Röttenbach
Weiher

Neue Tafel informiert über Leben im und am Teich

Dort, wo sich Karpfen und Frosch ein Gute-Nacht-Küsschen geben, im Biotopweiher der Gemeinde Röttenbach am Altenbach, informiert jetzt eine Tafel über das Leben im und am Teich.
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Das ist die neue Tafel am Altenbach in Röttenbach.  Foto: Sylvia Hubele
Das ist die neue Tafel am Altenbach in Röttenbach. Foto: Sylvia Hubele
Wer als Spaziergänger oder Radfahrer entlang geht, kann gucken, ob er Sumpf-Schwertlilie, Blutweiderich, Mädesüß und Pfeilkraut entdeckt. Nimmt sich der Spaziergänger ein wenig Zeit und weilt am Weiher, lassen sich vielleicht Laubfrosch, Blässhuhn, Teichrohrsänger und - mit ganz viel Glück - auch ein Eisvogel blicken.

"Wir wollen mit der Tafel bei unseren Bürgern Sensibilität für unsere Natur schaffen", erläuterte Bürgermeister Ludwig Wahl (FW). Die Gemeinde habe Vorbildcharakter, wenn es um naturnahe Biotope geht. Das gelte für den Weiher ebenso, wie für die Streuobstwiese. "Es gibt Menschen, die sich wundern, warum dieser Weiher so unordentlich aussähe", erklärte Karin Klein-Schmidt vom Landschaftspflegeverband Mittelfranken.

Im Frühjahr erst beseitigten die Mitarbeiter des Röttenbacher Bauhofs die von Bisamratten verursachten Löcher am Weiherdamm und baggerten die zugewachsenen Stellen frei. Jedes Frühjahr werden etwa fünfzig Karpfen ins Wasser gesetzt, die dafür sorgen sollen, dass der Weiher nicht so schnell zuwächst.

Kopfweiden schneiden

Im Herbst wird abgefischt, so dass im nächsten Frühjahr die Amphibien ihre Eier legen, aus denen Kaulquappen und Lurche schlüpfen. Der Blütensaum am Ufer lockt Insekten an, die den Fröschen als Nahrung dienen. Gleichzeitig finden sie dort Unterschlupf. Ebenso müssen die Mitarbeiter des Bauhofs die Kopfweiden regelmäßig schneiden, damit sie ihre typische Form erhalten, in deren Höhlen Käuzchen und Fledermäuse eine Zuflucht finden. Wurden aus den Weidenzweigen früher Körbe geflochten, nutzt sie heute kaum jemand wirtschaftlich. Bleiben die Triebe an der Weide, bricht sie irgendwann auseinander. Da auf diesem Weg viele Spaziergänger und Radfahrer unterwegs sind, ist die Tafel am Gemeindeweiher eine gute Möglichkeit, hier eine kleine Rast einzulegen und sich zu informieren, findet der Bürgermeister.

Die Tafel kostete 1500 Euro. 70 Prozent davon finanzierte das Bayerische Umweltministerium, fünf Prozent sponserte der Bezirk Mittelfranken, so dass die Gemeinde nur ein Viertel der gesamten Summe aufbringen musste. Die UV-beständigen Farben der Tafel sind lange haltbar, versicherte Karin Klein-Schmidt vom Landschaftspflegeverband Mittelfranken.

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