Laden...
Herzogenaurach
Festival

Mit Rap und Rock in die Ferien

Im Rabatz setzten Musiker und Schüler ein Zeichen gegen Rechtsextremismus.
Artikel drucken Artikel einbetten
"Moop Mama" waren der Top-Act des Abends und kamen beim Publikum gut an. Fotos: Andreas Brandl
"Moop Mama" waren der Top-Act des Abends und kamen beim Publikum gut an. Fotos: Andreas Brandl
+10 Bilder
Vier Bands und ein Rapper rockten im Jugendhaus Rabatz beim "Schools out gegen Rassismus und Rechtsextremismus". Seit drei Jahren schon wurden die beiden Feste zusammengelegt. Zuvor gingen das"Schools out" im Rabatz getrennt vom "Rock gegen Rechts" über die Bühne, das in Erlangen und Höchstadt stattfand.
Den Auftakt machten dieses Mal die Newcomer "Dawn Of Tragedy". Das sind sechs junge Musikbegeisterte, die sich dem Genre Melodic Deathcore widmen. Danach eroberten "Stereo Dynamite" und "Beta 2.0" die Bühne. Letztere sind fünf Musiker im Alter zwischen 20 und 26 Jahren.Oliver Kling (24), Sänger der Pop-Rock Band, verriet: "Wir haben kein Keyboard, das wird mit dem Mac eingespielt." "Der neue deutsche Sound" heißt es auf der Facebook-Seite der Karlsruher Band. Und die Band verstand es wirklich, die Gäste zu unterhalten.
Unterhaltung bot den Jugendlichen auch die AOK.
Mit einer Brille, die das Blickfeld bei 1,3 Promille vortäuschte, war die Aufgabe, auf einem Strich zu laufen und mit einem Bobbycar-Slalom um Getränkekästen zu fahren. Für Conrad Gauer keine Leichtigkeit. "Das können keine 1,3 Promille sein. Das ist viel zu viel" behauptete er. Das Bobbycarfahren empfand er jedoch als "ganz easy". Nicht so einfach hatten es die, die ohne Ausweis unterwegs waren, aber trotzdem eingelassen werden wollten. Die ließen sich die skurrilsten Ausreden einfallen wie zum Beispiel, die Tasche sei schon innen oder sie hätten ihren Ausweis verloren, erzählte Pia Knüttel vom Arbeitskreis "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage". Sie ist eine von rund 35 Schülern von Realschule und Gymnasium, die sich zweimal die Woche im Rabatz treffen, um unter anderem das "Schools out rockt gegen Rechts" zu organisieren und zu veranstalten.
Im Programm ging es mit "Chaoze One" weiter. Der Rapper, der den Abend über durch das Programm auf der Open-Air-Bühne führte, gab sein Debüt zum Besten.

Ganz ohne Elektronik

Im Anschluss ab 23 Uhr spielte "Moop Mama" auf. Mit keinerlei elektrischen Instrumenten, ausschließlich Blasinstrumenten, Schlagzeug und natürlich Gesang wurde das Publikum zur Party animiert.
Der Sprechgesang von Keno Langbein wurde von seinen Bandkollegen aus München bläserisch begleitet. Zusammen widmen sie sich der Richtung Urban Brass und konnten auch im Herzogenauracher Jugendhaus damit überzeugen. Nach einer Zugabe ging es noch bis 1 Uhr im großen Saal des Rabatz bei Diskomusik weiter, bis dann die Türen geschlossen und mit dem Abbau begonnen wurde.
Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren